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Abtreibungspille: 22 Todesfälle allein in den USA

Die US-amerikanische Arzneimittelbehörde FDA berichtet von 22 Todesfällen und Hunderten schwerer Komplikationen nach Einnahme der Abtreibungspille Mifegyne.
Abtreibungspille Mifegyne
Foto: Femagen_Arzneimittel_Gmbh (dpa) | Zwischen der Marktzulassung des Präparats mit dem Wirkstoff Mifepriston im Herbst 2000 und dem 31. Dezember 2017 starben in den USA 22 Frauen nach Einnahme der Abtreibungspille.

Die US-amerikanische Arzneimittelbehörde FDA (Food and Drug Adminstration) hat ihren Report über die Abtreibungspille Mifegyne aktualisiert. Das berichtet die in London ansässige „Society for the Protection of Unborn Children“ (SPUC). Demnach starben zwischen der Marktzulassung des Präparats mit dem Wirkstoff Mifepriston im Herbst 2000 und dem 31. Dezember 2017 in den USA 22 Frauen nach Einnahme der Abtreibungspille.

FDA: "Ereignisse" nicht mit Sicherheit auf Wirkstoff der Pille zurückzuführen

Wie die FDA in dem Report schreibt, können die „Ereignisse aufgrund von Informationslücken über den Gesundheitszustand, das klinische Patientenmanagement, gleichzeitigen Drogenkonsum und andere mögliche medizinische und chirurgische Behandlungen nicht mit Sicherheit“ auf die Wirkung von Mifepriston zurückgeführt werden.

Dem Report zufolge waren acht der 22 Todesfälle mit einer schweren Sepsis sowie in zwei Fällen mit einer tödlich verlaufenden Eilleiterschwangerschaft assoziiert. In einem weiteren Fall führte ein Leberversagen zum Tod, in einem anderen ein verzögert einsetzendes toxisches Schocksyndrom.

1 041 Frauen nach Einnahme des Präparats in Klinik eingeliefert

1 041 Frauen mussten nach Einnahme des Präparats in eine Klinik eingeliefert und stationär behandelt werden. Dabei traten in 598 Fällen so schwere Blutungen auf, dass den Frauen eine Bluttransfusion verabreicht werden musste. 411 erlitten Infektionen, 69 davon schwere.

DT/reh

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