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1000plus Schweiz: Petition gegen „Abtreibungsrekorde“

Zum Weltfrauentag am 8. März heben die Lebensschützer hervor, wie wertvoll jede Frau ist – und richten eine Petition an die Schweizer Bundesversammlung.
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Foto: IMAGO/YAPR-AZEE J (www.imago-images.de) | Hinter jeder Abtreibung steht das Schicksal einer Frau, die oft ohne die notwendige Unterstützung oder Perspektive war, um ein ‚Ja‘ zu ihrem Kind zu sagen, heißt es von 1000plus.

Den „Abtreibungsrekorden“ einen Riegel vorschieben: Die Organisation 1000plus Schweiz ruft mit einer neuen Petition zur Verantwortung auf – passend zum Internationalen Frauentag am 8. März. Diese „richtet sich an die (schweizerische) vereinigte Bundesversammlung und fordert eine politische Debatte sowie konkrete Maßnahmen, um Schwangeren in Not echte Perspektiven und tragfähige Alternativen zu bieten“, heißt es in dem Presseschreiben der Lebensschutzorganisation.

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Es bestehen drei konkrete Forderungen: Erstens seien die hohen Abtreibungszahlen zu stoppen. Sie „müssen Anlass für eine politische Debatte sein, um Maßnahmen zu beschließen, die Schwangeren echte Perspektiven eröffnen“, so 1000plus Schweiz. Zweitens fordert die Organisation ein, staatlich finanzierte Beratungsstellen zu überprüfen und neu auszurichten, indem Schwangere in Not über realistische Alternativen zum Schwangerschaftsabbruch informiert werden. Und letztlich drängt man auf ein flächendeckendes Hilfsnetzwerk, „mit finanzieller, sozialer und beraterischer Unterstützung in allen Regionen der Schweiz“.

Abtreibung scheint oft der einzige Ausweg zu sein

Die neuesten Zahlen des schweizerischen Bundesamts für Statistik (BFS) seien alarmierend: 12.045 Schwangerschaftsabbrüche waren es 2023. Seit der Einführung der Fristenregelung im Jahr 2002 summieren sich die Abbrüche in dem Land damit auf insgesamt 250.294. „Dieser traurige ‚Abtreibungsrekord‘ zeigt, dass viele Frauen in ihrer Not keinen anderen Ausweg sehen, als sich gegen das Leben ihres Kindes zu entscheiden“, wird Matthias Schäppi, Geschäftsführer von 1000plus Schweiz zitiert. „Hinter jeder Abtreibung steht das Schicksal einer Frau, die oft ohne die notwendige Unterstützung oder Perspektive war, um ein ‚Ja‘ zu ihrem Kind zu sagen. Diese Zahlen sind nicht nur Statistik – sie sind Ausdruck einer gesamtgesellschaftlichen Verantwortung, die wir alle tragen.“

Am Freitagnachmittag hatten die Petition bereits 256 Personen unterzeichnet. Unter ihnen Prominenzen aus Kirche, Politik und Gesellschaft, so viel verrät 1000plus im Presseschreiben: Etwa Marian Eleganti OSB, der emeritierte Weihbischof von Chur, und Peter Schneeberger, der Präsident des Dachverbands Freikirchen und christliche Gemeinschaften Schweiz. Parteimitglieder der konservativen Schweizerischen Volkspartei (SVP) und der christlichen Eidgenössisch-Demokratische Union (EDU) setzten ebenfalls ihre Unterschrift unter die Petition.

„Der Internationale Frauentag erinnert daran, wie wertvoll und schützenswert die Würde jeder Frau ist“, so die Pro-Life-Organisation in ihrem Presseschreiben. Sie stellt sich damit auch gegen die Narrative, die sonst am Weltfrauentag gerne verbreitet werden. So spricht der „Dachverband deutschsprachiger Lesben- und Frauenarchive“ spricht von einem „Kampftag“ für Frauen, mit dem Recht auf Abtreibung als eines der wichtigsten Themen. Auch das Schreiben der „Bundeszentrale für politische Bildung“ (bpb) zum Frauentag spricht von einer Benachteiligung von Frauen, weil deren „reproduktiven Rechte“ vielerorts nicht hinreichend beachtet würden: In mehreren Ländern seien die Möglichkeiten für einen Schwangerschaftsabbruch in jüngster Zeit „massiv eingeschränkt“ worden. DT/elih

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