„Ferien, einige Tage bei Opa und Oma, hurra!“, ruft Jonas. „Ja, aber der Sturm passt nicht zu den Ferien“, bemerkt Emma. Opa lächelt und sagt: „Ich finde ihn im Gegenteil sehr passend, ausgerechnet heute.“
Jonas und Emma schauen sich erstaunt an: „Wieso?“ Opa antwortet nicht gleich, er holt die Kinderbibel: „Ihr werdet bald verstehen, warum der Sturm gerade heute passt. Hört gut zu, was nach dem Tod von Jesus geschehen ist: ‚Es war am Abend, die Jünger waren zusammen, aber weil sie Angst vor den Juden hatten, hatten sie die Türen verschlossen.‘“ – „Das hast du uns schon erzählt“, fällt Jonas Opa ins Wort, „ohne Jesus fühlen sich die Jünger allein.“ – „Ich freue mich, dass du das noch weißt“, antwortet Opa, „ihr wisst auch, dass die Juden Jesus ans Kreuz geschlagen haben. Was werden sie jetzt wohl mit seinen Freunden tun?“
„Oje“, sagt Emma mitleidig. Opa fährt fort: „Nur keine Angst, Emma! Denn ‚plötzlich tritt Jesus in ihre Mitte und sagt ihnen: Friede sei mit euch!‘ Ja, auch wenn man sich einsperrt, kann Jesus zu uns kommen. Merkt euch wohl: Jesus bringt ihnen den Frieden, es ist nicht nur ein Wunsch. Er bringt ihn wirklich. ‚Dann zeigt er den Jüngern seine Hände und seine Seite.‘ Die Wunden schmerzen nicht mehr, sie sind verklärt und strahlen Licht und Leben aus. Die Jünger erkennen Jesus und freuen sich sehr.“
Jonas denkt nach: „Jesus lässt seine Freunde nicht im Stich, er ist wirklich treu.“ Emma sagt leise: „Nicht wie die Jünger, sie haben Jesus im Stich gelassen.“ – „Richtig“, antwortet Opa, „sie waren feige und ungläubig, aber Jesus hat ihnen schon alles vergeben. Jesus macht ihnen keine Vorwürfe, er geht sogar weiter und gibt seinen Jüngern einen Auftrag: ‚Wie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch.‘“
„Wow“, sagt Jonas, „Jesus sendet sie zu anderen, was für ein Vertrauen!“ – „Und sie schaffen das?“, fragt Emma. Opa erklärt: „Jesus lässt sie nicht allein: ‚Er haucht sie an und spricht: Empfangt den Heiligen Geist!‘ Lukas erzählt uns in der Apostelgeschichte, dass ‚am Pfingsttag plötzlich ein Brausen vom Himmel kam, wie ein heftiger Sturm.‘ Ja, Lukas spricht von einem Sturm, ‚und alle wurden mit dem Heiligen Geist erfüllt.‘ Der Heilige Geist schenkt ihnen Kraft und macht aus ihnen neue Menschen ohne Furcht, die in der ganzen Welt von Jesus erzählen. Er gibt ihnen sogar die Macht, die Sünden zu vergeben. Die Jünger sind ganz und gar verwandelt. So wirkt der Heilige Geist auch heute in uns, wenn wir ihm die Tür öffnen.“
Da kommt Oma herein: „Wenn ihr rausgeht, passt gut auf, der Wind ist so stark, ihr könntet umkippen!“ Sie müssen alle lachen. Die Kinder sagen: „Nein, Oma, Jesus macht uns heute ein tolles Geschenk! Er schenkt uns den Heiligen Geist, der wie ein Sturm kommt!“ Opa fügt hinzu: „Er wird uns mit einer solchen Kraft und Freude erfüllen, dass wir voller Mut den anderen von Jesus erzählen!“
Die Autorinnen sind Mitglieder der Gemeinschaft Notre-Dame de Vie.
Auflösung zum Bibel-Quiz:
Was zeigt Jesus den Jüngern? - Seine Hände und seine Seite
Wen empfangen die Jünger? - Den Heiligen Geist
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