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"Das einzige, was mir half, war das Gespräch mit einem Priester"

Trauer um Basketball-Idol Kobe Bryant, der gläubiger Katholik war. Noch am Morgen vor dem Hubschrauberabsturz empfing er die Eucharistie. Bischöfe drücken Anteilnahme aus.
Trauer um Kobe Bryant
Foto: Mark R. Cristino (EPA/dpa) | Der ehemalige Basketball-Superstar Kobe Bryant ist bei einem Hubschrauberabsturz in den USA tödlich verunglückt.

Bei einem Hubschrauberabsturz in Calabasas /Kalifornien sind am Sonntag Basketball-Legende Kobe Bryant (41), seine 13-jährige Tochter Gianna und sieben weitere Personen ums Leben gekommen. Bryant, der von 1996 bis 2016 für die Los Angeles Lakers in der Basketball-Profiliga NBA spielte, mit der US-Nationalmannschaft zweimal (2008 und 2012) Olympiasieger wurde und als einer der besten Basketballspieler aller Zeiten galt, war gläubiger und praktizierender Katholik.

Der Glaube half ihm, eine schwere Lebenskrise zu überwinden

Der Erzbischof von Los Angeles, José Horacio Gómez, und Weihbischof Robert Barron drückten auf Twitter ihre Anteilnahme am Tod des Sportlers aus und riefen zum Gebet für seine Seele und für seine Familie auf. Katholische Medienformate wie der „Catholic Herald“, das „National Catholic Register“ und das vom Jesuitenorden herausgegebene Magazin „America“ erinnerten an ein Interview Bryants mit dem Magazin „Gentleman‘s Quarterly“ aus dem Jahr 2015, in dem der Basketball-Star seinem katholischen Glauben entscheidenden Anteil daran attestiert hatte, eine schwere Lebenskrise zu überwinden: Im Sommer 2003 war Bryant unter dem Vorwurf der Vergewaltigung festgenommen worden; das Verfahren wurde 2004 eingestellt, dennoch belastete der Vorfall seine Psyche, seine Ehe und seine Karriere nachhaltig. „Das einzige, was mir damals wirklich geholfen hat, war das Gespräch mit einem katholischen Priester“, erklärte Bryant gegenüber „GQ“. 

Auch Werktags nahm er regelmäßig an der Heiligen Messe teil

Mit seiner Frau und seinen vier Kindern nahm Kobe Bryant regelmäßig – auch werktags – an der Heiligen Messe teil. Wie in den Sozialen Netzwerken berichtet wurde, hatten er und seine Tochter Gianna noch am Morgen vor ihrem Tod in der Kirche Our Lady Queen of Angels in Newport Beach, Kalifornien, die Eucharistie empfangen. „Es kann nichts Tröstlicheres für die Trauernden geben, als zu wissen, dass ein geliebter Mensch unmittelbar vor seinem Tod Gott die Ehre gegeben hat“, kommentierte ein Priester auf Facebook, „denn das ist es, was wir im Himmel tun.“ 

DT/tok

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