Logo Johann Wilhelm Naumann Stiftung Einwurf – die „Tagespost“-WM-Kolumne

Der Hochgenuss des Erling Haaland

Der norwegische Superstürmer versetzt die gegnerischen Verteidiger regelmäßig in Angst und Schrecken. Und vielleicht sogar sich selbst?
Norwegens Superstürmer Erling Haaland
Foto: IMAGO/David Buono/Icon Sportswire (www.imago-images.de) | Dass zumindest die Gegner weiterhin vor Erling Haaland erschrecken, hat sich im gestrigen Sechzehntelfinale der norwegischen Auswahl gegen die Elfenbeinküste gezeigt.

Diese Fußball-Weltmeisterschaft zeigt es mal wieder: Wenn die Besten der Besten aufspielen, ist das Zuschauen einfach ein Hochgenuss. Zwar konnten die DFB-Kicker leider kaum etwas zu den Momenten beitragen, für die man auch auf dem heimischen Sofa Applaus spendet. Aber es gibt ja andere, die zaubern: die Messis, Olises, Mbappés. 

Lesen Sie auch:

Manch einer scheint sogar so stark zu sein, dass er vor sich selbst erschrickt. Wie der norwegische Edelstürmer Erling Haaland. Seit Tagen geht ein Clip des 25-Jährigen viral, der ihn offenbar dabei zeigt, wie er in einer Imbissbude mit malmenden Kiefern ein asiatisches Nudelgericht verzehrt. Die Pointe: Als der allein an einem Tisch sitzende Haaland den Kopf nach links dreht und sein Spiegelbild in der Fensterscheibe sieht, zuckt er vor Schreck ob seiner kauenden Erscheinung zusammen und verzieht das Gesicht.

Das Butterhühnchen hat er sich verdient

Doch alle, die dachten, den sonst strikt seine 6.000-Kalorien-pro-Tag-Diät einhaltenden Haaland, der mit seiner Physiognomie ohne Umwege der nordischen Mythenwelt entsprungen zu sein scheint, jenen fußballerischen Halbgott also, in einer menschlichen Szene gesehen zu haben, werden enttäuscht sein. Das Video hat sich inzwischen als KI-Fake herausgestellt. 

Fälschung hin oder her: Dass zumindest die Gegner weiterhin vor ihm erschrecken, hat sich im gestrigen Sechzehntelfinale der norwegischen Auswahl gegen die Elfenbeinküste gezeigt. Dort schoss der blonde Hüne Haaland in der Schlussphase mühelos und mutterseelenallein gelassen (lag das an seiner Aura?) den Siegtreffer für die Skandinavier. 

Nach diesem so wichtigen Tor hätte er sich doch auch tatsächlich mal einen „Cheat Day“, eine Ausnahme von seinem strengen Ernährungsplan, verdient. Indisches Butterhühnchen soll ja seine Leibspeise sein. In seiner derzeitigen Heimat Manchester dürfte es davon genug geben. Vielleicht ja auch in den USA, wo Haaland mit seiner Truppe dank des Weiterkommens noch mindestens für ein paar Tage verweilen darf. Na dann, wohl bekomm’s. Nur nicht beim Essen filmen lassen.


Die „Tagespost" begleitet die gesamte Fußball-Weltmeisterschaft täglich von Montag bis Freitag in ihrer WM-Kolumne. Lesen Sie alle Folgen hier.

Die Printausgabe der Tagespost vervollständigt aktuelle Nachrichten auf die-tagespost.de mit Hintergründen und Analysen.

Themen & Autoren
Maximilian Lutz Einwurf – die „Tagespost“-WM-Kolumne

Weitere Artikel

Nörgler wegtreten: Im Fußball geht es nur ums Geld? Ach was.
17.07.2026, 16 Uhr
Jakob Ranke
Sportlich war dieses Fußballturnier enttäuschend. Doch Stars in der Altersklasse Ü40 haben für Lichtblicke gesorgt. Mal sehen, wer von ihnen in vier Jahren noch dabei ist.
16.07.2026, 16 Uhr
Josef Bordat
Thomas Tuchel zeigt sich bei der WM als Mann der klaren Worte – und erhält dafür großen Zuspruch. Ist das aber eigentlich überhaupt noch „typisch deutsch“?
15.07.2026, 16 Uhr
Sebastian Ostritsch

Kirche

Die Schönstätter Marienschwestern feiern 100-jähriges Bestehen: Die Generaloberin Schwester Joanna M. Buckley erläutert die Ziele ihrer marianisch geprägten Pädagogik.
04.10.2026, 15 Uhr
Regina Einig
Erntedank: Warum wir nicht nur einmal im Jahr für volle Erntekörbe danken sollten, sondern täglich auch für das, was anders kommt als geplant.
04.10.2026, 08 Uhr
Dorothea Schmidt
Sie besucht einen Monat lang die Bistümer Augsburg, Freiburg und Limburg: Die Reliquienreise der heiligen Bernadette steht fest. Auf der Liste stehen 18 Klöster und Kirchen.
01.10.2026, 18 Uhr
Meldung
Wir können uns nicht immer zum Richter über alles aufschwingen. In einem freien Akt der Anerkennung von etwas Größerem wird das Gute für uns sichtbar.
04.10.2026, 19 Uhr
Engelbert Recktenwald