Diese Fußball-Weltmeisterschaft zeigt es mal wieder: Wenn die Besten der Besten aufspielen, ist das Zuschauen einfach ein Hochgenuss. Zwar konnten die DFB-Kicker leider kaum etwas zu den Momenten beitragen, für die man auch auf dem heimischen Sofa Applaus spendet. Aber es gibt ja andere, die zaubern: die Messis, Olises, Mbappés.
Manch einer scheint sogar so stark zu sein, dass er vor sich selbst erschrickt. Wie der norwegische Edelstürmer Erling Haaland. Seit Tagen geht ein Clip des 25-Jährigen viral, der ihn offenbar dabei zeigt, wie er in einer Imbissbude mit malmenden Kiefern ein asiatisches Nudelgericht verzehrt. Die Pointe: Als der allein an einem Tisch sitzende Haaland den Kopf nach links dreht und sein Spiegelbild in der Fensterscheibe sieht, zuckt er vor Schreck ob seiner kauenden Erscheinung zusammen und verzieht das Gesicht.
Das Butterhühnchen hat er sich verdient
Doch alle, die dachten, den sonst strikt seine 6.000-Kalorien-pro-Tag-Diät einhaltenden Haaland, der mit seiner Physiognomie ohne Umwege der nordischen Mythenwelt entsprungen zu sein scheint, jenen fußballerischen Halbgott also, in einer menschlichen Szene gesehen zu haben, werden enttäuscht sein. Das Video hat sich inzwischen als KI-Fake herausgestellt.
Fälschung hin oder her: Dass zumindest die Gegner weiterhin vor ihm erschrecken, hat sich im gestrigen Sechzehntelfinale der norwegischen Auswahl gegen die Elfenbeinküste gezeigt. Dort schoss der blonde Hüne Haaland in der Schlussphase mühelos und mutterseelenallein gelassen (lag das an seiner Aura?) den Siegtreffer für die Skandinavier.
Nach diesem so wichtigen Tor hätte er sich doch auch tatsächlich mal einen „Cheat Day“, eine Ausnahme von seinem strengen Ernährungsplan, verdient. Indisches Butterhühnchen soll ja seine Leibspeise sein. In seiner derzeitigen Heimat Manchester dürfte es davon genug geben. Vielleicht ja auch in den USA, wo Haaland mit seiner Truppe dank des Weiterkommens noch mindestens für ein paar Tage verweilen darf. Na dann, wohl bekomm’s. Nur nicht beim Essen filmen lassen.
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