Würzburg

Versöhnung ist möglich

Die Universität Würzburg untersucht in dem Projekt „Nach der Diktatur“ die Aufarbeitung von Verbrechen von totalitären Regimen im internationalen Vergleich.
Ehemaliges KGB-Gefängnis
Foto: Ralf Hirschberger (dpa-Zentralbild) | „Nach der Diktatur“ ist ein Forschungsprojekt an der Universität Würzburg. Untersucht wird die Aufarbeitung von Verbrechen von totalitären Regimen im internationalen Vergleich. Symbolbild - ehemaliges KGB- Gefängnis

Die Aufarbeitung von Verbrechen in Diktaturen gestaltet sich in vielen Ländern schwierig, aber es gibt Hoffnung. Wie die Vergangenheitsbewältigung im internationalen Vergleich durchgeführt wird, das ist ein Projekt an der Universität Würzburg; die Projektleiter sind Peter Hoeres, Inhaber des Lehrstuhls für Neueste Geschichte der Universität Würzburg, sowie Hubertus Knabe, langjähriger Direktor der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen

Erinnerungsorte im Internet

Lesen Sie auch:

Die Forschungsergebnisse werden im Internet vorgestellt und laufend aktualisiert. Denn immer neue Gedenkstätten, Erinnerungsorte oder Museen mahnen an Massenverbrechen diktatorischer Regime. Die dargestellten Erinnerungsorte sind in Afrika, Amerika, Asien und Europa. Dabei sind Zeitzeugen eine wichtige Quelle, um auf die von den Opfern erlebten Grausamkeiten hinzuweisen. Die Überlebenden berichten von den Foltern und ihren Haftbedingungen. 

Aus der Geschichte lernen

Entscheidend ist die Frage, ob sich aus der Geschichte lernen lässt. Öffentliches Gedenken und ein Schuldbekenntnis der Täterseite sind wichtig für den Weg der Versöhnung. Dass es möglich ist, formuliert das Projekt am Beispiel Deutschlands: „Es gibt eine Zukunft – auch nach den grausamsten Verbrechen der Geschichte.“ DT/ari


Das Projekt im Netz.

Lesen Sie einen umfassenden Bericht über ein Forschungsprojektder Universität Würzburg zur Aufarbeitung von Diktaturen in der kommenden Ausgabe der Tagespost.

Weitere Artikel
Der Kanzler muss seine Vergangenheit aufarbeiten, meint Hubertus Knabe. Als stellvertretender Bundesvorsitzender der Jungsozialisten kooperierte er eng mit den Machthabern der DDR.
23.01.2022, 09  Uhr
Hubertus Knabe
Den Opfern der SED-Diktatur wurde laut einem Bericht zu wenig geholfen. Hubertus Knabe erwartet von der neuen Bundesregierung mehr Engagement für die Betroffenen als bislang.
23.11.2021, 15  Uhr
Hubertus Knabe
Themen & Autoren
Vorabmeldung Hubertus Knabe Julius-Maximilians-Universität Würzburg Verbrechen und Kriminalität Vergangenheitsbewältigung

Kirche

Der vom Synodalem Weg geplante Synodale Rat stößt auf dezidierte Kritik. Laut Kardinal Kasper zerstört ein solches Gremium die Struktur, „die Christus für seine Kirche gewollt hat“.  
05.07.2022, 10 Uhr
Dorothea Schmidt
Dass der US-Supreme-Court „Roe vs. Wade“ gekippt hat, war zweifelsfrei ein Sieg für den Lebensschutz. Sich von den Mächtigen der Welt das Heil zu erwarten, ginge aber an der Wirklichkeit vorbei.
05.07.2022, 07 Uhr
Rudolf Gehrig
Warum der Zweite Weltkrieg für die orthodoxe Kirche Entspannung brachte, die Verfolgung der Katholiken in der Sowjetunion aber stärker wurde.
05.07.2022, 19 Uhr
Rudolf Grulich