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Oscar: Sandra Hüller und Wim Wenders dürfen sich Hoffnungen machen

Zugleich kritisiert Ryan Gosling, dass „Barbie“ trotz acht Nominierungen vermeintlich zu schlecht wegkomme.
Bald Oscar-Preisträgerin? Die Schauspielerin Sandra Hüller
Foto: IMAGO/CHRIS CHEW (www.imago-images.de) | Für die deutsche Schauspielerin Sandra Hüller ist die diesjährige Preisverleihung eine ganz besondere: Denn Hüller ist für ihre Hauptrolle in dem Drama und letztjährigen Cannes-Gewinner „Anatomie eines Falls“ nominiert.

Am 10. März werden in Los Angeles die 96. Oscars verliehen – und für die deutsche Schauspielerin Sandra Hüller („Toni Erdmann“) ist die diesjährige Preisverleihung in jeglicher Hinsicht eine ganz besondere: Denn Hüller ist nicht nur für ihre Hauptrolle in dem Drama und letztjährigen Cannes-Gewinner „Anatomie eines Falls“ der französischen Regisseurin Justine Triet nominiert – sondern sie spielt auch in dem britischen Holocaust-Drama „The Zone of Interest“ sowie dem deutschen Film „Das Lehrerzimmer“ mit, welche beide für den „besten internationalen Film“ nominiert sind.

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Die Konkurrenz unter den Hauptdarstellerinnen ist allerdings groß: Denn Hüller liefert sich in der Kategorie „beste Hauptdarstellerin“ einen Wettstreit mit den Hollywoodstars Emma Stone („Poor Things“), Carey Mulligan („Maestro“), Lily Gladstone („Killers of the Flower Moon“) und Annette Bening („Nyad“).

Wird Wim Wenders seinen ersten Oscar gewinnen?

Für den besten internationalen Film ist auch Deutschlands Starregisseur Wim Wenders nominiert – und zwar für seinen in Japan gedrehten Film „Perfect Days“, der im vergangenen Jahr ebenfalls in Cannes Preise abräumte. Neben dem „Lehrerzimmer“ und „The Zone of Interest“ muss sich Wenders gegen die Filme „Die Schneegesellschaft“ (Spanien) und „Io Capitano“ (Italien) durchsetzen, um nach drei Nominierungen endlich den ersehnten Goldjungen in Händen halten zu können.

 

Abräumer bei den diesjährigen Oscarnominierungen ist Christopher Nolans Filmbiografie „Oppenheimer“ mit 13 Nominierungen – auch Nolan, einer der bedeutendsten Regisseure der Gegenwart, konnte noch nie einen Oscar in Händen halten. Die zweitmeisten Nominierungen erhielt „Poor Things“ mit Emma Stone mit elf Nominierungen, gefolgt vom Martin-Scorsese-Film „Killers of the Flower Moon“ mit zehn Nominierungen.

Zu wenige „Barbie“-Nominierungen?

Der Kassenhit des Jahres, „Barbie“, konnte immerhin acht Nominierungen inklusive derjenigen für den besten Film und das beste adaptierte Drehbuch ergattern – ebenso wurden Ryan Gosling sowie America Ferrara als beste Nebendarsteller nominiert.

Doch Margot Robbie und Greta Gerwig wurden nicht in den Kategorien „Beste Hauptdarstellerin“ und „Beste Regie“ berücksichtigt, was den nominierten Gosling auf den Plan rief: „Es gibt keinen Ken ohne Barbie, und es gibt keinen Barbie-Film ohne Greta Gerwig und Margot Robbie, die beiden Hauptverantwortlichen für diesen geschichtsträchtigen, weltweit gefeierten Film. Ohne ihr Talent, ihren Mut und ihre Genialität wäre keine Anerkennung für irgendjemanden in diesem Film möglich“, sagte Gosling in einem Statement, aus dem „People“ zitiert. Zu sagen, er sei „enttäuscht“, dass sie in ihren jeweiligen Kategorien nicht nominiert sind, „wäre eine Untertreibung“, erklärte er.

Es bleibt abzuwarten, ob die Enttäuschung Goslings sich nach der Oscar-Verleihung am 10. März noch steigern wird.  DT/sta

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