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Ostritsch und Striet führen Streitgespräch zu „Katholisch mit Kant“

Beim Side-Event zum Katholikentag im Salon der „Tagespost“ sprechen der Fundamentaltheologe Magnus Striet und der Philosoph Sebastian Ostritsch über Fragen von Vernunft, Moral und kirchlicher Lehre.
Der Fundamentaltheologe Magnus Striet und der Philosoph Sebastian Ostritsch
Foto: DT | Im Mittelpunkt des Nachmittags stand das „Duell der Denker“ zwischen dem Fundamentaltheologen Striet und dem Philosophen Ostritsch.

Beim Katholikentag in Würzburg kam es am Mittwoch im Presse- und Lounge-Salon der „Tagespost“ im Lügensteinmuseum zu einem ganz besonderen Aufeinandertreffen: Der Freiburger Fundamentaltheologe Magnus Striet und der Philosoph Sebastian Ostritsch haben im Rahmen eines Streitgesprächs zum Thema „Katholisch mit Kant“ über grundlegende Fragen von Glauben, Vernunft und kirchlicher Identität diskutiert. Zu Beginn des Side-Events der Zeitung standen zunächst ein geistlicher Mittagsimpuls auf dem Programm, ehe Ostritsch und Striet am Nachmittag eine anregende philosophisch-theologische Diskussion führten.

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Den geistlichen Impuls hielt Pfarrer Johannes Bündgens. Er sprach über die christliche Hoffnung in einer Zeit gesellschaftlicher Unsicherheit und warb dafür, den Glauben nicht ins Private zurückzuziehen. Christlicher Glaube müsse sichtbar bleiben und sich sowohl im persönlichen Zeugnis als auch in gesellschaftlicher Verantwortung bewähren, sagte er vor den Zuhörern im Museum.

„Duell der Denker“ Ostritsch und Striet

Im Mittelpunkt des Nachmittags stand dann das „Duell der Denker“ zwischen dem Fundamentaltheologen Striet und dem Philosophen Ostritsch. Die beiden diskutierten unter anderem über die Gottesbeweise des Thomas von Aquin, die Bedeutung Kants für Erkenntnistheorie und Moralphilosophie sowie über die Frage, wie Kants Freiheitsbegriff zu verstehen sei. Immer wieder ging es dabei auch um das Verhältnis zwischen der Philosophie Kants und dem katholischen Glauben. Eine abschließende Antwort auf die Frage, wie beides zusammenpasst, fand sich in der Diskussion nicht.

Die anspruchsvolle und zugleich lebhafte Debatte endete mit interessierten Fragen aus dem Publikum. Beim anschließenden Ausklang hatten die Besucher zudem Gelegenheit, Magnus Striet und Sebastian Ostritsch persönlich zu begegnen und das Gespräch mit ihnen fortzusetzen.

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