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Tobias Haberl spricht über das Christsein „unter Heiden“

Im „Tagespost“-Salon am Rande des Katholikentags ist der Journalist und Autor heute Abend um 19 Uhr zu Gast.
Autor Tobias Haberl
Foto: IMAGO/Christoph Hardt (www.imago-images.de) | Der in München lebende Autor Tobias Haberl beschreibt in seinem Buch die Erfahrung, als gläubiger Mensch in einem zunehmend säkularen Umfeld zu leben – nicht kämpferisch oder kulturpessimistisch, sondern persönlich, ...

Warum bleibt jemand Christ in einer Gesellschaft, die Religion oft nur noch als Relikt betrachtet? Warum halten Menschen an einem Glauben fest, der vielen als „nicht mehr zeitgemäß“ gilt? Und was verliert eine Gesellschaft, wenn sie nur noch dem Zeitgeist folgt?

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Diesen Fragen widmet sich heute Abend der Journalist und Autor Tobias Haberl im Gespräch mit dem Bioethik-Korrespondenten der „Tagespost“, Stefan Rehder. Beginn der Veranstaltung im Lügensteinmuseum in der Würzburger Korngasse ist um 19 Uhr, der Eintritt ist frei.

Debatte, die weit über kirchliche Milieus hinausgeht

Mit seinem Buch „Unter Heiden“ hat Haberl eine Debatte ausgelöst, die weit über kirchliche Milieus hinausreicht. Der in München lebende Autor beschreibt darin die Erfahrung, als gläubiger Mensch in einem zunehmend säkularen Umfeld zu leben – nicht kämpferisch oder kulturpessimistisch, sondern persönlich, nachdenklich und zugleich pointiert.

Besonders scharf analysiert Haberl den inflationären Gebrauch des Begriffs „zeitgemäß“. Oft werde mit ihm weniger argumentiert als moralisch sortiert: Wer als modern gilt, steht auf der richtigen Seite; wer widerspricht, erscheint rückständig. Haberl stellt diese Denkweise infrage – und erinnert daran, dass Wahrheit nicht dadurch falsch wird, dass sie aus der Mode gerät.

Gerade darin liegt die Spannung seines Buches: Es verteidigt den christlichen Glauben nicht als nostalgische Folklore, sondern als ernsthafte Antwort auf Einsamkeit, Orientierungslosigkeit und die Sehnsucht nach Sinn. Haberl plädiert für eine Kirche, die sich den Menschen zuwendet, ohne sich dem Zeitgeist auszuliefern – und die den Mut hat, auch unbequem zu bleiben.

Keine innerkirchliche Nischenveranstaltung

Der Abend verspricht keine innerkirchliche Nischenveranstaltung, sondern ein Gespräch über die großen Fragen unserer Zeit: Fortschritt, Wahrheit, Freiheit, Bindung und die Suche nach einem Leben, das mehr sein will als Selbstoptimierung und Gegenwartsgefühl.

Wer erleben möchte, warum Tobias Haberl derzeit zu den meistdiskutierten christlichen Stimmen im deutschsprachigen Raum gehört, dürfte heute Abend auf seine Kosten kommen.

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