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Autoren wehren sich gegen Nutzung geistigen Eigentums durch KI

Verstoßen KI-Programme gegen das Urheberrecht? Bekannte Autoren wie Jonathan Franzen und Margaret Atwood protestieren in offenem Brief.
Margaret Atwood und Jonathan Franzen
Foto: dpa | Bekannte Schriftsteller haben in einem offenen Brief an die Betreiber von KI-Firmen gegen die Nutzung ihrer Werke protestiert.

Tausende Autoren, darunter renommierte Schriftsteller wie Jonathan Franzen, Margaret Atwood und James Patterson, haben in einem von der Authors Guild, dem größten amerikanischen Schriftstellerverband, verfassten offenen Brief an die Betreiber von KI-Firmen gegen die Nutzung ihrer Werke protestiert.

Da die von Autoren veröffentlichen Bücher dem Copyright unterliegen, sehen sie die Nutzung ihrer Werke als Datenreservoire für ChatGPT und andere Programme auf Basis Künstlicher Intelligenz (KI) als Diebstahl. Daher verlangen sie entweder die Löschung ihres geistigen Eigentums aus dem Datendeposit der KI oder eine finanzielle Kompensation für die Nutzung – sprich eine Beteiligung am Gewinn der Firmen.

Urheber werden nicht bezahlt

Insgesamt sechs Firmen, darunter OpenAI, Alphabet und Meta, wurden aufgefordert, „die ungerechte Ausbeutung unserer Werke als Teil des KI-Systems ohne unsere Zustimmung, Anerkennung oder Kompensationen” umgehend zu beenden. Die Autoren argumentieren damit, dass die Systeme Künstlicher Intelligenz ihre Effizienz der Existenz ihrer Werke verdankten. „Diese Technologien ahmen unsere Sprache, unsere Geschichten, unseren Stil und unsere Ideen nach und geben sie wieder”, so die Unterzeichner des Protestbriefes.

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Tatsächlich basiert das Sprachvermögen von KI auf Millionen durch das Copyright geschützter Bücher, Artikel, Essays und Gedichte, die als endlose Kette von „Mahlzeiten“ für KI genutzt werden, ohne dass deren Urheber dafür bezahlt werden. „Sie geben Milliarden von Dollar aus, um KI zu entwickeln. Es ist nur fair, dass sie uns für die Nutzung unserer Werke entschädigen, ohne die KI banal und extrem beschränkt wäre”, so die Autoren.

Einkommensverlust von 42 Prozent

Der offene Brief kam zustande, nachdem der amerikanische Schriftstellerverband ermittelt hatte, dass US-Autoren zwischen 2009 und 2017 einen Einkommensverlust von 42 Prozent hinnehmen mussten. Das mittlere Einkommen eines Vollzeitschriftstellers lag im letzten Jahr bei 23.000 US-Dollar. KI dürfte es jungen Nachwuchsschriftstellern noch schwerer machen, von ihrer Arbeit zu leben. Verfasser von Filmskripten fürchten derzeit, durch KI überflüssig zu werden. Das gleiche gilt für Schauspieler, die befürchten, in Zukunft nur noch als Modell genutzt zu werden, aus dem KI dann weitere Szenen generiert.

Ob die Werke von Schriftstellern weiterhin kostenlos genutzt werden dürfen, wird nun gerichtlich geklärt, denn die Autoren Mona Awad und Paul Tremblay haben eine Klage wegen Copyrightverletzung gegen OpenAI eingereicht.  DT/bst

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Meldung Geistiges Eigentum Margaret Eleanor Atwood

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