Logo Johann Wilhelm Naumann Stiftung Regensburg

Das Schweigen der Spatzen

Sind die Knabenchöre durch den Shutdown in ihrer Existenz bedroht?  
Existenz der Regensburger Domspatzen durch Shutdown bedroht?  
Foto: Armin Weigel (dpa) | Die Regensburger Domspatzen und andere Knabenchöre haben in der Krise ernste Probleme, weil sie nicht gemeinsam proben können.

Die rund dreißig Knabenchöre in Deutschland haben zurzeit große Probleme. Denn die Attraktivität der Regensburger Domspatzen, des Windsbacher Knabenchors, der Leipziger Thomaner, des Dresdner Kreuzchores und der anderen rund dreißig Knabenchöre in Deutschland lebt von der Strahlkraft ihrer Konzerttätigkeit. Die ist in Corona-Zeiten jedoch nicht möglich. Die Knaben brauchen aber die regelmäßigen Proben, wie auch Fußballer ihr Training brauchen.

Lesen Sie auch:

Es fehlt die Perspektive

Optimal sind die Chorproben im Internet nicht, die es jetzt gibt. Die jungen Sänger erhalten Audiodateien, in denen sie einmal ihre Stimme allein, ein weiteres Mal den kompletten Chorsatz hören können. Dazu gibt es  auch die Noten als PDF. Auch die sonst normale Fähigkeit, vom Blatt zu singen, trainieren die Stimmbildner nun online mit den Knaben und erklären ihnen genau, was man beachten muss. Auch ist das Zeitfenster für die Knaben viel kürzer als bei Fußballspielern. Der Stimmbruch ist die Grenze. Natürlich tun die Verantwortlichen in Regensburg, Windsbach, Leipzig und Dresden alles, um die  Situation zu überbrücken. Aber im Augenblick fehlt eine klare Perspektive. 


DT/ari

Welche Probleme Knabenchöre in Deutschland zurzeit haben, erfahren Sie in der kommenden Ausgabe der Tagespost. Holen Sie sich das ePaper dieser Ausgabe

Themen & Autoren
Redaktion

Weitere Artikel

Chorproben in Italien statt Strandurlaub: Warum Kirchenmusiker jedes Jahr nach San Leo fahren.
29.09.2026, 08 Uhr
Isabel Wodatschek
Leipzig ist vielleicht nur der Anfang: Die Bedrohung durch sogenannte „hybride Angriffe“ nimmt zu. Ein Start-Up bietet nun Schutzlösungen an. Ein Ortsbesuch.
23.09.2026, 09 Uhr
Xaver Spörl

Kirche

Das Bischofstreffen in Rom zur Familienpastoral stößt auf wenig Interesse bei den Medien. Grund ist die Art und Weise, wie die Versammlung gelenkt und gesteuert wird.
10.10.2026, 12 Uhr
Guido Horst
Papstjubel und Protestwut: Hunderttausende Franzosen gingen zuletzt aus verschiedenen Gründen auf die Straßen. Eins hat sie dennoch vereint.
09.10.2026, 11 Uhr
Elisabeth Hüffer
Johannes Zehe, früher Geiger und seit 2023 Regens für die Priesterausbildung im Erzbistum, wird an diesem Samstag im Mariendom zum Bischof geweiht.
09.10.2026, 14 Uhr
Dorothea Schmidt