Madrid

Eine Krippe als Katechese

Die begehbare Krippe in Madrid lädt die Besucher zum Weihnachtsgeschehen ein.
Begehbare Krippe in Madrid
Foto: rett | In der Mitte der Krippenlandschaft ist der gerade geborene Jesus mit Maria und Josef sowie ersten Anbetern zu sehen. Auch die heiligen Drei Könige sieht man auf ihrem Weg.

In Madrid erwartet die Besucher eine riesige begehbare Weihnachtskrippe. Auf einer Fläche von 155 Quadratmetern bilden 310 Figuren aus Styropor, Gips, Holz und Kork unterschiedliche Szenen; für die Landschaften wurden Sand, Pflanzen und Wasser verwendet. Errichtet ist die Krippe vor dem Palazzo am zentralen „Puerta del Sol“. 40 Freiwillige haben neun Monate an der Krippe gearbeitet. 

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Krippe meint hier nicht nur die Geburtsszene und die Anbetung durch die Heiligen Drei Könige, sondern auch das weitere Geschehen. Der Lokalheilige Isidor, der vor 400 Jahren heiliggesprochen wurde, ist in der Eingangsszene als Beter auf einem Feld dargestellt. Weitere Szenen sind die der Verkündigung Marias, ihr Besuch bei ihren verwandten Elisabeth und Zacharias und die Herbergssuche in Bethlehem.

Ministerpräsidentin betont Charakter der Katechese

In der Mitte der Krippenlandschaft ist der gerade geborene Jesus mit Maria und Josef sowie ersten Anbetern zu sehen. Auch die heiligen Drei Könige sieht man auf ihrem Weg.

Die Ministerpräsidentin des Landes Madrid, Isabel Diaz Ayuso, hob bei der feierlichen Eröffnung der Weihnachtskrippe deren Charakter einer Katechese hervor: „Advent ist eine Zeit der Erwartung auf das Kommen eines geliebten Menschen. Gott wird Mensch wie wir.“

Im Hinblick auf die zunehmende Säkularisierung in Spanien fügte sie hinzu: „Werden wir, Gläubige und Ungläubige, dieses Erbe, das das Beste von uns in sich trägt, wirklich aufgeben, das, wonach Menschen guten Willens streben?“ Das wird die vielen konservativen Katholiken im Land Madrid angesprochen haben. Bereits im vergangenen Jahr sagte die Ministerpräsidentin, ihr Amt ließ sie während Corona wieder zum Glauben zurückfinden.  DT/ari

Lesen Sie den ausführlichen Beitrag in der kommenden Ausgabe der "Tagespost".

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