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Dumas war ein außergewöhnlich produktiver Geschichtenerzähler

Der französische Schriftsteller Alexandre Dumas starb vor 150 Jahren. Er hinterließ ein gewaltiges Werk von spannenden Geschichten. Auch sein Leben war ein Abenteuer.
Alexandre Dumas,  französischer Schriftsteller
Foto: - (dpa) | Die zeitgenössische Darstellung zeigt den französischen Schriftsteller Alexandre Dumas. Der Schriftsteller starb vor 150 Jahren.

Alexandre Dumas hat ein gewaltiges Opus hinterlassen – mehr als 100 000 Druckseiten. „Die drei Musketiere“, „Der Graf von Monte Christo“ und „Der Mann mit der eisernen Maske“ sind die bekanntesten Romane. 

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Abenteuerliches Leben

Auch Dumas leben war abenteuerlich. Nicht nur, weil er als Sohn eines französischen Plantagenbesitzers und einer schwarzen Sklavin im heutigen Haiti geboren wurde – der Vater hatte drei von vier Kindern verkauft. Alexandre Dumas erlitt dieses Schicksal nicht, weil er erst nach der Rückkehr des Vaters nach Frankreich 1802 geboren wurde, nachdem der Vater in den frühen Feldzügen Napoleons Ruhm geerntet hatte. Doch litt er wegen seiner Hautfabe unter den Karikaturisten,  und sein Kollege Balzac sagte einmal: „Sie werden mich doch nicht mit diesem Neger vergleichen?“

Wenig Schulbildung

Die Schulbildung des kleinen Alexandre bleibt in der Folge bescheiden, aber die Bibel, die antike Mythologie, Robinson Crusoe, Buffons Naturgeschichte und die „Geschichten aus 1001 Nächten“ prägen ihn nachhaltig. Eine mögliche Klerikerlaufbahn beendet er vorzeitig.  Er wollte Geschichten erzählen und ging nach einem bestimmten Muster vor: „Ich beginne damit, mir eine Geschichte auszudenken. Ich versuche sie romantisch, zart und dramatisch zu machen und danach suche ich in der Geschichte nach einem passenden Rahmen.“ DT/ari

Am 5. Dezember 1870 starb der Schriftsteller im Haus seines gleichnamigen Sohnes, der durch Dumas Roman „Die Kameliendame“ berühmt geworden ist. Lesen Sie einen umfassenden Bericht über Dumas in der kommenden Ausgabe der Tagespost.

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