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Christentum und Biergenuss: Verbindung seit Jahrtausenden

Schon seit dem Jahr 1050 wird im bayerischen Benediktinerkloster Weltenburg Bier gebraut. Braumeister Ludwig Mederer hält die alten und bewährten Rezepturen von Mönchen für „äußerst raffiniert und interessant“.
Christentum und Brautradition
Foto: Kloster Weltenburg | Ludwig Mederer bei der Sichtprobe: Für ein gutes Bier braucht es nichts weiter als qualitativ hochwertige Rohstoffe, eine gute Rezeptur, eine saubere Arbeit, Wertschätzung für den Beruf und jede Menge Herzblut, so ...

Zwischen dem Christentum und dem Bierbrauen besteht mittlerweile seit Jahrtausenden eine enge Verbindung. Schon seit dem Jahr 1050 wird beispielsweise im bayerischen Benediktinerkloster Weltenburg, das zum Bistum Regensburg gehört, Bier gebraut – und zwar durchgängig. Das Kloster an der Donau darf sich deshalb als die älteste durchgehende Bierbrauerei der Welt bezeichnen, deren Bierspezialitäten weit über Bayern hinaus bekannt und preisgekrönt sind.

"In den knapp 1 000 Jahren müssen wir etwas richtig gemacht haben"

Braumeister ist dort seit 2010 Ludwig Mederer. Der 33-Jährige hält die alten und bewährten Rezepturen von Mönchen für „äußerst raffiniert und interessant“. Wenn man sich die erfolgreiche Brautradition des Klosters ansehe, könne man nur zu dem Schluss kommen: „Zumindest bei uns muss irgendjemand in den knapp 1 000 Jahren, die es uns schon gibt, einmal etwas richtig gemacht haben.“

Insgesamt 16 Mal wird in der Heiligen Schrift Bier explizit positiv erwähnt. Dies liegt daran, glaubt Mederer, dass Bier schon immer als ein sehr wichtiges Grundnahrungsmittel galt, so Mederer im Gespräch mit der „Tagespost“. „Vor allem in der Fastenzeit spielte der Genuss von Bier eine bedeutende Rolle“, so der Braumeister. Zudem habe eine Klosterbrauerei schon immer viele wichtige und abwechslungsreiche Arbeitsplätze für die Mönche geboten.

Vor allem in der Fastenzeit spielte Biergenuss eine wichtige Rolle

Mederer verrät auch, was ein wirklich gutes Bier ausmacht: Dafür brauche es nichts weiter als „qualitativ hochwertige Rohstoffe, eine gute Rezeptur, eine saubere Arbeit, eine Wertschätzung für den Beruf und jede Menge Herzblut und Liebe zum Bierbrauen“. Nur so könne man als Brauerei langfristig erfolgreich sein - „und dies schmeckt und schätzt der Biertrinker“.

DT/mlu

Wie wird man eigentlich Bierbrauer? Und gibt es so etwas wie einen richtigen oder falschen Biergenuss? Dies erfahren Sie in der aktuellen Ausgabe der „Tagespost“ vom 04. Oktober. Kostenlos erhalten Sie diese Ausgabe hier.

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