Hans Urs von Balthasar

Alternative zur zeitgenössischen Theologie

Hans Urs von Balthasar lege eine Theologie dar, die gottzentriert sei und sich dadurch von vielen modernen theologischen Werken unterscheide, schreibt Johannes Hartl im „Tagesposting“.
Hans Urs von Balthasar (1905-1988) entstammte einer alten Luzerner Patrizierfamilie
Foto: IN | Der große Theologe Hans Urs von Balthasar (1905-1988) entstammte einer alten Luzerner Patrizierfamilie.

Zehn Jahre für ein Buch: Johannes Hartl sieht seinen Blick auf die Theologie durch die Lektüre des 3000 Seiten umfassenden Monumentalwerks „Herrlichkeit“ von Hans Urs von Balthasar verändert: „Das, was ich an zeitgenössischer Theologie gelesen habe, erscheint mir an Balthasar gemessen tatsächlich klein – allem voran selbstverständlich besonders das, was ich selbst geschrieben habe“, resümiert der Gründer des Augsburger Gebetshauses im „Tagesposting“. 

Alles andere als irrational oder hermetisch

Balthasars Theologie sei gottzentriert. „Dadurch hebt seine Theologie sich erfrischend unmodern ab von so vielen anderen jüngeren Texten: Sie verleitet zum Staunen, zum Anbeten, zur Kontemplation und ist dennoch alles andere als irrational oder hermetisch“, so Hartl. Nach der Lektüre sei er auch ein wenig erschüttert gewesen über den Kontrast zwischen dem soeben Gelesenem und dem an der Universität im eigenen Studium Gehörten.

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Auch die spirituelle Tiefe seines Denkens zeichne Balthasar aus: „Wenige Theologen des 20. Jahrhunderts haben auch die charismatische Dimension des Glaubens, das Sich-Ereignen der Gnade noch über alles Planbare und in kirchlichen Strukturen Abbildbare hinaus so ernst genommen wie Balthasar.“  DT/vwe

Was Balthasar laut Hartl heute wohl den Vorwurf des Größenwahns einbringen würde, lesen Sie im „Tagesposting“ der kommenden Ausgabe der Tagespost.

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