Logo Johann Wilhelm Naumann Stiftung Budapest

„Verwurzeln, ohne sich zu verschanzen“

Papst Franziskus richtet wegweisende Worte an die ungarische Gesellschaft.
PapstFranziskus zelebriert eine Messe auf dem Heldenplatz vor tausenden Gläubigen.
Foto: Laszlo Balogh (AP) | Papst Franziskus zelebriert zum Abschluss des Internationalen Eucharistischen Kongresses eine Messe auf dem Heldenplatz vor tausenden Gläubigen.

Vor dem Angelusgebet zum Abschluss seines Besuchs in Budapest wandte sich Papst Franziskus am Sonntagnachmittag an die bürgerlichen und religiösen Autoritäten Ungarns: „Das wünsche ich Euch: dass das Kreuz eure Brücke sei zwischen Vergangenheit und Zukunft.“ Das Kreuz sei der Lebenssaft der ungarischen Nation gewesen. „Aber das Kreuz, gut eingepflanzt, lädt uns nicht nur dazu ein, uns zu verwurzeln, sondern mahnt dazu, sich zu verwurzeln ohne sich zu verschanzen.“ Franziskus weiter: „Seid verwurzelt und respektvoll.“

Lesen Sie auch:

Kongress zeigt einen Weg der Umkehr

Als „mutigen Hirten nach dem Herzen Christi und Boten der Freiheit wie der Menschenwürde“ würdigte Papst Franziskus den polnischen Primas und Kardinal Stefan Wyszynski, der zeitgleich in Warschau seliggesprochen wurde.

Die Kirche zeige sich als ein weiter, einladender Raum, sagte der Präsident des Päpstlichen Komitees für die Internationalen Eucharistischen Kongresse (IEC), Erzbischof Piero Marini, auf dem Budapester Heldenplatz. „Heute realisiert sich der Traum von der Kirche mit den offenen Türen.“ Der Eucharistische Kongress zeige einen Weg der Umkehr, damit das Ostergeheimnis nicht nur die Gläubigen beeinflusst, sondern „auch die irdische Stadt, in der wir leben“.  DT/sba

Lesen Sie eine ausführliche Reportage über den Papstbesuch in Budapest und den Internationalen Eucharistischen Kongress in der nächsten Ausgabe der Tagespost.

Themen & Autoren
Vorabmeldung Gläubige Jesus Christus Kardinäle Menschenwürde Papst Franziskus

Weitere Artikel

Aus biopolitischer Perspektive war 2025 ein ziemlich ereignisreiches Jahr. Ein analytischer Rückblick.
31.12.2025, 17 Uhr
Stefan Rehder
Die Warnung des Luxemburger Kardinals, ein „Recht" auf Abtreibung in die Verfassung aufzunehmen, zeigt: Man kann kirchenpolitisch progressiv sein, ohne den moralischen Kompass zu verlieren.
09.10.2025, 09 Uhr
Franziska Harter
Nur eine geeinte Kirche kann ein „Licht“ für die Völker sein. Auf der Suche nach der verlorenen Einheit hat der Papst mit den Kardinälen angefangen. Und vor den Diplomaten spricht er Tacheles.
09.01.2026, 11 Uhr
Guido Horst

Kirche

Bei der letzten Sitzung der Synodalversammlung in Stuttgart geht es um Bilanz, Reformperspektiven und den Übergang zur Synodalkonferenz. Ob Rom dem Gremium zustimmen wird, ist weiterhin offen.
09.01.2026, 14 Uhr
Meldung
Die Kardinalsversammlung in Rom ist ohne Ergebnisse oder neue Ideen zu Ende gegangen. Dem Papst ging es darum, das Band der Einheit zu stärken. Aber viele fehlten.
09.01.2026, 10 Uhr
Guido Horst
Mirko Cavar, früher Freikirchler, heute Katholik, lobt die Ökumene bei der MEHR-Konferenz. Er meint, die einzelnen Konfessionen könnten viel voneinander lernen.
08.01.2026, 13 Uhr
Elisabeth Hüffer
Der US-Bischof kritisiert den deutschen Sonderweg und plädiert für eine Synodalität, welche auf pastorale Praxis statt dauerhafte Grundsatzdiskussionen setzt.
09.01.2026, 10 Uhr
Meldung