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„Ungarns Gesellschaft ist sehr polarisiert“

Der Primas von Ungarn, Kardinal Péter Erdö, fordert im „Tagespost“-Exklusivinterview eine Erneuerung Europas.
Kardinal Peter Erdö
Foto: Christoph Hurnaus | Im „Tagespost“-Interview in Budapest sprach Kardinal Erdö auch über die Missverständnisse zwischen Brüssel und Budapest.

„Die ungarische Gesellschaft ist sehr polarisiert“, gesteht der Primas von Ungarn und Erzbischof von Esztergom-Budapest, Kardinal Péter Erdö. Ungarns Gesellschaft ähnle heute den ehemaligen Sowjetrepubliken mehr als den übrigen Ländern Mitteleuropas: „Es gibt hier mehr Indifferentismus und religiöse Trockenheit.“ Wie in Russland, unterscheide man auch hier zwischen der christlichen Kultur und dem Christentum als gelebter Religion.

Hohe Erwartungen an Eucharistischen Weltkongress

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Offen spricht der ranghöchste Katholik Ungarns über die Probleme, Schwächen und Nöte seiner Kirche. Aber auch über die hohen Erwartungen an den Eucharistischen Weltkongress in Budapest im September und an den Kurzbesuch von Papst Franziskus.

Der vielsprachige und weltgewandte ungarische Kardinal fordert, Europa müsse sich auf seine Wurzeln besinnen. Und er erklärt die Missverständnisse zwischen Budapest und Brüssel: „Als wir nach der Wende der EU beitraten, konnten wir über die Prinzipien der Union nicht mehr verhandeln, sondern mussten sie annehmen, wie sie waren. Das kann psychologisch und strukturell ein Problem sein. Europa braucht eine Erneuerung.“ Kardinal Erdö ist überzeugt: „Ohne eine geistliche Erneuerung ist eine Neuevangelisierung schwer vorstellbar.“  DT/sba

Lesen Sie das vollständige Exklusivinterview mit Kardinal Peter Erdö am Donnerstag in Ihrer „Tagespost“.

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