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"Klaus Berger ermutigte zum Vertrauen in die Heilige Schrift"

Unter der Anteilnahme von Familie, Freunden und Weggefährten ist der Theologieprofessor heute in Heidelberg beigesetzt worden.
Klaus Berger, Theologieprofessor und Wissenschaftler
Foto: KNA | Nicht nur ein trockener Wissenschaftler, sondern ein Theologe, der über das spricht, was ihn innerlich bewegt: Klaus Berger.

Als Klaus Berger vor einigen Wochen gestorben ist, wurde er mitten aus seinem Forscherleben gerissen. Er saß gerade an seinem Schreibtisch und arbeitete an seinem neusten Buch, es sollte ein Werk über Joachim von Fiore werden, den wirkmächtigen kalabresischen Zisterzienser-Abt des 12. Jahrhunderts. Es lag nun an einem Zisterzienser-Abt der Gegenwart, diesen Moment in einen Bezug zum Lebenswerk von Klaus Berger zu setzen: Hier zeigten sich in vielfacher Weise Aspekte, die für das Leben des Verstorbenen charakteristisch gewesen seien, betonte Maximilian Heim, Abt des Stiftes Heiligenkreuz, in seiner Predigt. Da sei einmal der leidenschaftliche Wissenschaftler Klaus Berger. Der Professor, der 60 Doktoranden zur Promotion geführt, 70 Bücher veröffentlicht hat. Der aber vor allem von einer Leidenschaft für den Inhalt seines Faches bewegt worden sei, von seiner Liebe zu Christus.

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Auf eindrucksvolle Weise ein breites Publikum angesprochen

Berger habe in eindrucksvoller Weise geschafft, ein breites Publikum anzusprechen, seine Leser verdankten ihm viel. Berger sei ein "kantiger Querdenker" gewesen, der sich nicht dem Mainstream angepasst habe und gerade deswegen "so viele Glaubende zu einem neuen Vertrauen in die Heilige Schrift ermutigte". 

Abt Maximilian machte schließlich auch deutlich, dass sich in der Auseinandersetzung mit Joachim von Fiore widerspiegele, wie stark Berger durch die zisterziensiche Spiritualität geprägt gewesen sei. Berger war seit 2005 Familiar des Stiftes Heiligenkreuz, betete täglich das Brevier der Mönche. Vor diesem Hintergrund wies Abt Maxilimilian auf ein Erlebnis hin, das Joachim als für sich entscheidend beschrieben habe, das sich nun aber auch gut auf Berger beziehen lasse. Mitten in der Feier der Liturgie der Osternacht sei ihm, so habe Joachim geschrieben, plötzlich aufgegangen, das Christus der Vollender des Alten Bundes sei, indem er den Neuen Bund gestiftet habe. Genau das sei auch das Lebensthema des Exegeten Klaus Berger gewesen.

DT/sesa

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