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Nathalie Becquart: Keinen globalen Konsens zum Frauendiakonat

Die Frage nach dem Diakonat der Frau ist offen, die nach der Priesterweihe nicht, so die Untersekretärin des Synodensekretariats im Interview. 
Nathalie Becquart, Untersekretärin  des Synodensekretariats im Gespräch mit der „Tagespost“
Foto: IMAGO/Vandeville Eric/ABACA (www.imago-images.de) | Schwester Nathalie Becquart ist Untersekretärin des Synodensekretariats. Ziel der Weltsynode ist in erster Linie die Frage nach der Mission, so Becquart.

Zwar wurde das Frauendiakonat auf der Weltsynode diskutiert, doch konsensfähig sei das Thema nicht, so Schwester Nathalie Becquart, Untersekretärin  des Synodensekretariats im Gespräch mit der „Tagespost“. Der Synodenbericht enthalte zwar eine gemeinsame Forderung nach einer stärkeren Betonung des Beitrags von Frauen, doch über die konkrete Umsetzung gebe es derzeit keine Einigkeit. „Im Übrigen müsste man sehen, ob es in Deutschland dazu wirklich einen Konsens unter allen Getauften gibt“, so Becquart. Auf globaler Ebene sei dies nicht der Fall. 

Alternative Zugänge zu Leitungspositionen

Becquart weist darauf hin, dass es in der Frage sowohl unter den Bischöfen als auch unter den Frauen unterschiedliche Positionen gebe. Auch deshalb sei Franziskus in seiner Rolle als „Diener der Einheit“ nicht bereit oder in der Lage, eine Entscheidung zu treffen. Für eine Öffnung der Priesterweihe für Frauen sei der Papst allerdings nicht offen. Becquart wies auch auf alternative Wege hin, Frauen Führungspositionen in der Kirche zu eröffnen. So koppele Franziskus gezielt manche Leitungspositionen von der Priesterweihe ab. In Frankreich hätten 15 Bischöfe Frauen zur Generaldelegierten ernannt, neben dem Generalvikar. Dieses Modell verändere Leitung, ohne das Amt des Bischofs zu verändern. 

In Bezug auf den Synodalen Weg zitiert Becquart das Zweite Vatikanische Konzil, dass „eine Beziehung gegenseitiger Innerlichkeit“ zwischen der Universal- und der Ortskirche vorsehe. „Das gilt auch für die Kirche in Deutschland“, so Becquart. Sie habe vielleicht etwas zu geben, aber auch etwas von anderen zu empfangen. „Für eine Kirche, die stark, mächtig und reich war und auf eine große theologische Tradition zurückblickt, kann das hart sein“, räumt Becquart ein.  DT/sdu

Lesen Sie das ganze Interview mit Schwester Nathalie Becquart in der kommenden Ausgabe der „Tagespost“.

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