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Das schriftgewordene Wort

In der 18. Folge des „Katechismus-Podcasts“ geht Weihbischof Dominik Schwaderlapp auf den Wahrheitsgehalt der Bibel ein.
Saint Matthew the Apostle writing the Gospel.
Foto: IMAGO (www.imago-images.de) | Der Katechismus lehrt: Der Heilige Geist inspirierte die menschlichen Verfasser, die das aufgezeichnet haben, was er uns lehren wollte. Bild: Miniature, 12. Jhd. Conde Museum. Chateau de Chantilly. France.

Warum lehrt die Heilige Schrift die Wahrheit? Diese Frage wird in der Nummer 18 des Kompendiums des Katechismus gestellt. Die einfache Antwort darauf lautet: „Weil Gott selbst ihr Urheber ist.“ Und weiter: „Die Heilige Schrift wird darum als inspiriert bezeichnet und lehrt ohne Irrtum jene Wahrheiten, die zu unserem Heil notwendig sind. Der Heilige Geist inspirierte nämlich die menschlichen Verfasser, die das aufgezeichnet haben, was er uns lehren wollte. Der christliche Glaube ist jedoch nicht eine ‚Buchreligion‘, sondern die Religion des Wortes Gottes, nicht eines schriftlichen, stummen Wortes, sondern des Mensch gewordenen, lebendigen Wortes.“

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Die Bibel ist kein naturwissenschaftlicher Bericht

In der 18. Folge des „Katechismus-Podcasts“ erinnert Weihbischof Dominik Schwaderlapp, dass das von einem Menschen gesprochene Wort Auskunft gebe über sein Inneres, seinen Verstand, seine Seele. Genauso gebe Jesus Christus, das von Gott gesprochene Wort, Auskunft über Gottes Inneres. Und die Heilige Schrift sei „niedergeschriebener Ausfluss dieses Wortes“. Der Heilige Geist wirke bis heute durch „das schriftgewordene Wort“ in das Herz eines jeden Menschen hinein.

So erzählt der Weihbischof, dass ihn eine Bibelstelle in der Vergangenheit so stark angesprochen habe, dass sie zu seinem Lebensmotto und sogar zu seinem Wahlspruch als Priester und Bischof geworden sei: „Seid fröhlich in der Hoffnung, geduldig in der Bedrängnis, beharrlich im Gebet“ (Römer 12,12). Schwaderlapp ist überzeugt, dass Gott ihm dieses Wort „ins Herz gegeben“ habe.

Weiter betont der Weihbischof, dass es wichtig sei, sich beim Lesen der Heiligen Schrift die Frage nach der Aussageabsicht der Autoren zu stellen. Die Bibel sei kein naturwissenschaftlicher Bericht, deshalb dürfe sie auch nicht als solcher gelesen werden. Im Schöpfungsbericht ginge es beispielsweise nicht darum, ob die Welt in sieben Tagen oder in mehreren Millionen Jahren entstanden sei. Die Kernbotschaften dieses Berichts seien die Existenz eines Schöpfers, der Mensch als Ebenbild Gottes, die gleiche Würde von Mann und Frau und vieles mehr. Somit müsse sich der Leser immer vor Augen halten, dass – wie auch der Katechismus betont – die Heilige Schrift jene Wahrheiten lehre, „die zu unserem Heil notwendig“ seien.

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