In allen Kulturen der Welt spielt magisches Denken eine Rolle. Es ist, wie der italienische Anthropologe Ernesto de Martino feststellte, ein aus dem Unterbewusstsein kommender Reflex, durch den Menschen versuchen, ihre Zukunft positiv zu beeinflussen. Je geringer die Gestaltungsmöglichkeiten sind, die ein Mensch oder eine Gesellschaft hat – etwa aufgrund mangelnder Bildungschancen oder materieller Mittel –, desto stärker treten magische Bräuche in den Vordergrund.
Vom Arzt zum Seligen
Aegidius von Santarém überschritt die Grenze zwischen medizinischer Praxis und schwarzer Magie, bis eine Bekehrung sein Leben veränderte.
