Ostern 1945 bezeichnete den Wendepunkt vom Dritten Reich zum besetzten Nachkriegsdeutschland. In vielen Städten tobten Gefechte beim Einmarsch der Alliierten, unzählige Menschen erlebten die „Stunde Null“ – die Kapitulation am 8. Mai 1945 und das Kriegsende – nicht mehr, sondern kamen noch in den letzten Kriegstagen ums Leben: in Konzentrationslagern, auf Gefangenentransporten, bei Bombardierungen, in Flüchtlingstrecks, in Kampfhandlungen, im Chaos brennender Städte, verwundet, krank, vom Hunger gezeichnet, kraftlos und erschöpft.
Ein Märtyrer der letzten Kriegstage
Der junge Franzose Henri Marannes verkündete im Zwangsarbeitslager das Evangelium – und wurde kurz vor Kriegsende erschlagen.
