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Theologe Hartl will Leitung von Gebetshaus abgeben

Er ziehe sich langsam aus dem exekutiven Alltagsgeschäft zurück, so der Leiter des Augsburger Gebetshauses. Die Leitung solle auf mehr und jüngere Schultern verteilt werden.
Johannes Hartl, Leiter des Gebetshauses Augsburg
Foto: Ruth Brožek | Hartl wörtlich: „Das Gebetshaus soll langfristig bestehen, unabhängig von einer bestimmten Person.“

Der katholische Theologe Johannes Hartl will Führungsverantwortung für das von ihm gegründete Gebetshaus in Augsburg abgeben. Im Gespräch mit der „Katholischen Nachrichten-Agentur“ (KNA) erklärte Hartl: „Dort ziehe ich mich tatsächlich langsam aus dem exekutiven Alltagsgeschäft zurück.“ Es laufe ein Prozess, die Gebetshaus-Leitung auf mehr und jüngere Schultern zu verteilen. Hartl wörtlich: „Das Gebetshaus soll langfristig bestehen, unabhängig von einer bestimmten Person.“

"Weniger" statt "Mehr"

Hartl kündigte zudem an, dass es anstelle der „Mehr“-Konferenz, die normalerweise jährlich im Januar stattfindet, im kommenden Jahr zwei kleine Veranstaltungen mit dem Titel „Weniger“ geben wird, die inhaltlich identisch seien. „Wir hätten es nicht genehmigt bekommen, wie zuletzt rund 12.000 Menschen zu empfangen“, so der 42-Jährige. Entsprechend wolle man auf der „Weniger“ ein Programm von spirituellem Minimalismus anbieten und aufzeigen, „wie man mit weniger Lärm und mehr Gott leben kann“.

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Auf die Frage, wie es mit weiteren Veranstaltungen aussehe, erklärte Hartl: „Unsere bisherige Augsburger ,Schön‘-Konferenz wird wohl künftig in einer .Eden Culture‘-Konferenz aufgehen, um Schönheit mit Sinn und Verbundenheit zu vernetzen.“ Hartl veröffentlichte jüngst unter dem Titel „Eden Culture“ ein Buch, mit dem er Mut machen will, über den Weg der Verbundenheit, des Sinns und der Schönheit den Garten Eden auf Erden wieder zu entdecken, wie er im Tagepsost-Interview erklärte.

In "sehr angenehmem Austausch" mit Bischof Meier

Darüber hinaus, so Hartl, stehe das für August bei Landsberg am Lech geplante „Zimzum“-Jugendfestival auf der Kippe, weil zahlreiche Mitveranstalter nach zwei ausgefallenen Sommern erst mal wieder etwas Eigenes machen wollen.

Das Augsburger Gebetshaus ist überregional dafür bekannt, dass dort seit über zehn Jahren rund um die Uhr gebetet wird. Seit dem Amtsantritt des Augsburger Bischofs Bertram Meier vor gut einem Jahr habe sich qualitativ nichts geändert, so Hartl. Nur die E-Mails seien mehr geworden. Meier war angetreten mit der Ansage, ein besonderes Augenmerk auf das Gebetshaus richten zu wollen. Hartl wörtlich: „Wir stehen in einem sehr angenehmen Austausch, der von Interesse und gegenseitiger Nichtvereinnahmung geprägt ist.“  DT/mlu

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