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Das alte Spiel gegen Woelki

Gerüchte hin oder her: Am Aschermittwoch nimmt Kardinal Woelki seinen Dienst wieder auf. Doch auch aus den eigenen Reihen wird eine Zermürbungsstrategie gegen ihn gefahren. Ein Kommentar.
Mehrere Kleriker stehen Kardinal Woelkis Rückkehr ablehnend gegenüber
Foto: Rolf Vennenbernd (dpa) | Mehrere Kleriker stehen Woelkis Rückkehr ablehnend gegenüber, andere ducken sich weg. Auch Maria 2.0 ist ein Teil des alten Spiels gegen Woelki.

Zwei Absagen des Kölner Kardinals Rainer Maria Woelki sagen viel über die Gremien im Erzbistum aus: Der Kardinal, der am Aschermittwoch seinen Dienst wieder aufnimmt, wird den Gottesdienst im Dom am selben Tag nicht zelebrieren und lässt sich auch bei der traditionellen ökumenischen Andacht in Düsseldorf am 5. März vertreten.

Mischung aus Tücke und Unversöhnlichkeit

In den vergangenen Tagen sind fast täglich Wortmeldungen durchgestochen worden, die eine Mischung aus Tücke und Unversöhnlichkeit im Erzbistum offengelegt haben. Mehrere Kleriker stehen Woelkis Rückkehr ablehnend gegenüber, andere ducken sich weg. Auch Maria 2.0 ist ein Teil des alten Spiels gegen Woelki: Hartnäckig halten sich Gerüchte, die Initiative plane ein Störmanöver des Aschermittwochsgottesdienstes. Dem ist der Kardinal mit seiner Absage nun zuvorgekommen.

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Dass diözesane Gremien gezielt die Medien für ihre Kirchenpolitik einschalten, stößt viele Gläubige inzwischen derart ab, dass sie keine Berichte über das Erzbistum mehr lesen. Wie irreführend die Berichterstattung ist, zeigte die Freitagsausgabe des Kölner Boulevardblatt „Express“. Zum schrillen Titel „Eigene Berater gegen Woelki – Kardinal in Köln nicht mehr erwünscht“ bildete das Blatt unter anderem Weihbischof Dominik Schwaderlapp ab. Der arbeitet aber gerade in Mombasa und hatte an der besagten Sitzung nicht teilgenommen – auch nicht per Zoom.

Dass die Zermürbungsstrategie gegen den Kardinal auch aus den Reihen des Kölner Klerus geführt wird ist der eigentliche Skandal. Hätte es eines Beweises bedurft, dass die vergangenen vier Monate im Erzbistum nicht zur Versöhnung genutzt wurden, hätte die vergangene Woche ihn erbracht.

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