Logo Johann Wilhelm Naumann Stiftung Rom

Vatikan: Mehr Investitionen in medizinische Forschung nötig

Anlässlich der Feier zum 150. Gründungstag der Papst-Kinderklinik "Bambino Gesu" betonte der Vatikan die Rolle wissenschaftlicher Forschung.
Wissenschaftler arbeiten weltweit an der Behandlung von Krankheiten
Foto: Karl-Josef Hildenbrand (dpa) | Weltweit arbeiten Wissenschaftler an der Behandlung von Krankheiten.

 Der Vatikan hat die Rolle wissenschaftlicher Forschung zur Heilung von Krankheiten betont. "Eine Kur geschieht zwangsläufig durch Forschung, die immer bedeutende Investitionen in Strukturen, Technologien und menschliche Ressourcen erfordert", sagte Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin am Dienstag in Rom. Es müsse in wissenschaftliche Forschung investiert werden, "um die Herausforderungen der Zukunft meistern zu können". Parolin äußerte sich anlässlich der Feier des 150. Gründungstags der Papst-Kinderklinik "Bambino Gesu". Anwesend waren auch Roms Bürgermeisterin Virginia Raggi sowie Italiens Staatspräsident Sergio Mattarella.

Größtes Forschungszentrum Europas zur Heilung von Kindern

Am Sitz des Forschungszentrums der Klinik in Sankt Paul vor den Mauern erinnerte Kardinal Parolin auch an die Initiatorin der Kinderklinik, Herzogin  Arabella Salviati . Auf ihren Wunsch wurde das "Bambino Gesu" am 19. März 1869 als erstes Kinderkrankenhaus Italiens gegründet. "Papstkinderkrankenhaus" ist die Klinik seit 1924 dank einer Schenkung an den Heiligen Stuhl. Inzwischen verfüge das Krankenhaus auch über das größte Forschungszentrum Europas zur Heilung von Kindern, so Parolin.

"Bambino Gesu": Krankenhaus mit katholischer Identität

Der Kardinal ging auch auf die besondere Identität der Klinik als katholisches Krankenhaus ein. Die Mission des Bambino Gesu gehe über Landesgrenzen hinaus; auch religiöse Zugehörigkeit spiele keine Rolle bei der Behandlung der Patienten. Er verwies etwa auf die jüngste Errichtung eines neuen Kinderkrankenhauses in der zentralafrikanischen Hauptstadt Bangui unter Leitung des Bambino Gesu. "Den Kranken in den Mittelpunkt zu stellen bedeutet unter anderem die Behandlung der Krankheit in einer ganzheitlichen Perspektive, die sich um den Menschen, seine Gefühle wie Gedanken kümmert", so Parolin. Wichtig sei auch psychologische wie spirituelle Begleitung Kranker, sagte der Kardinal.

DT (jobo)

Die Hintergründe zu diesem Thema finden Sie in der Wochenausgabe der Tagespost. Kostenlos erhalten Sie die Zeitung hier.

Die Printausgabe der Tagespost vervollständigt aktuelle Nachrichten auf die-tagespost.de mit Hintergründen und Analysen.

Themen & Autoren
Josef Bordat Kardinäle

Weitere Artikel

Papst Leo steckt das Feld für den deutschen Episkopat ab. „Fiducia supplicans“ ist kein Aufhänger für einen deutschen Sonderweg.
30.04.2026, 13 Uhr
Regina Einig
Schluss mit dem Museum im Apostolischen Palast in Castel Gandolfo: Leo XIV. kehrt in die ursprüngliche Sommerresidenz der Päpste zurück.
30.05.2026, 17 Uhr
Giulio Nova

Kirche

Felix Nmecha und Jonathan Tah beten nach dem WM-Spiel mit Spielern aus Curaçao. Ihr Glaubenszeugnis ruft überwiegend positive Reaktionen hervor.
15.06.2026, 10 Uhr
Dorothea Schmidt
Christus sendet nicht nur die Apostel aus, sondern beruft alle Getauften zu seinem priesterlichen, königlichen und prophetischen Amt – ausgedrückt in der Mitfeier der Messe.
13.06.2026, 21 Uhr
Manfred Hauke
Dritter Teil der Reihe zu den Leo-Päpsten: Die Amtszeit Leos III. steht für die „Translatio Imperii“– für die Übertragung der römischen Kaiserwürde an die Franken.
14.06.2026, 15 Uhr
Dirk Weisbrod
Eine Carbonara zu Füßen von Giordano Bruno regt dazu an, auch moderne Häresien in den Blick zu nehmen.
14.06.2026, 05 Uhr
Mario Monte
Die US-Bischöfe weihten die USA dem Heiligsten Herzen Jesu und riefen dazu auf, die eigene Identität nicht aus Erfolg und Leistung, sondern aus Gottes Liebe zu empfangen.
12.06.2026, 14 Uhr
Meldung