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Nach Fake-Videos: Burke bekennt Gehorsam gegenüber Papst Leo

Kurz vor der Summorum-Pontificum-Wallfahrt nach Rom schlagen die Wellen hoch. Kardinal Burke wehrt sich gegen gefälschte Videos, die ihm Papstkritik in den Mund legen.
Kardinal Burke im Vatikan
Foto: imago stock&people (imago stock&people) | Als konservative Symbolfigur jetzt auch im Fokus von Fälschern: Raymond Kardinal Burke.

Der US-Kardinal Raymond Leo Burke hat öffentlich „Gehorsam, kindliche Liebe und unerschütterlichen Respekt“ gegenüber Papst Leo XIV. bekannt. Burke, der zu Papst Franziskus’ Zeiten als papstkritisch galt, wehrt sich damit, wie er in einem Statement auf der Plattform „X“ schreibt, gegen KI-gefälschte Videos, die es so aussehen ließen, als habe er eine „Zurechtweisung“ des Papstes abgegeben. „Ich erkläre hiermit unmissverständlich, dass solche Behauptungen völlig falsch sind“, so Burke in seinem Statement. Diese gefälschten Produktionen trügen „das unverwechselbare Kennzeichen des Bösen, der ewig danach strebt, die Gläubigen zu verwirren und Bruder gegen Bruder innerhalb des Mystischen Leibes Christi gegeneinander aufzuhetzen“.

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Die Einheit der Kirche um den Nachfolger Petri sei „vom Herrn selbst gewollt“. Er bitte alle Gläubigen dringlich, auf die authentische Lehre des Heiligen Vaters und nicht auf die Stimmen der Spaltung zu achten. Die Aufregung um die Fake-Videos fällt in eine Zeit erhöhten Interesses um Burke, gilt dieser doch als großer Verfechter der traditionellen vorkonziliaren Liturgie. Nicht nur wird eine Richtungsentscheidung des Papstes erwartet, wie es mit der „traditionellen lateinischen Messe“ weitergehen soll, deren Feier erst von Papst Benedikt mit „Summorum Pontificum“ weitgehend freigegeben, dann aber von Franziskus durch „Traditionis custodes“ wieder eingeschränkt worden war. Es findet auch am kommenden Wochenende erstmals seit 2021 wieder die „Summorum-Pontificum-Wallfahrt“ nach Rom statt, mit der Anhänger der vorkonziliaren Liturgie Papst Benedikts apostolisches Schreiben gleichen Namens feiern.

Nach Papst Franziskus’ Motu Proprio „Traditionis custodes“ war die Wallfahrt ausgesetzt worden. Nun wird Burke selbst am kommenden Samstag eine Messe im traditionellen Ritus in der Petersbasilika in Rom zelebrieren; die Erlaubnis dafür, mutmaßt der „National Catholic Register“ mit Berufung auf ein Interview des päpstlichen Zeremonienmeisters Monsignore Marco Agostini, sei von Papst Leo selbst erteilt worden. Noch vor der Messe mit Burke wird am kommenden Freitag zudem der Vorsitzende der italienischen Bischofskonferenz, Kardinal Matteo Zuppi, eine traditionelle lateinische Messe in der römischen Basilika San Lorenzo mit den Tradi-Wallfahrern feiern. DT/jra

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