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MEHR-Konferenz wird 2019 nicht stattfinden

Die vom Gebetshaus Augsburg veranstaltete MEHR-Konferenz wird ein Jahr pausieren. Das gab der Leiter Johannes Hartl bekannt. Der "Tagespost" erklärt er, was ihn zu dieser Entscheidung bewogen habe.
Mehr als 10 000 Besucher kamen diese Jahr zur charismatischen MEHR-Konferen
Foto: BENJAMIN HELLMANN | Mehr als 10 000 Besucher kamen diese Jahr zur charismatischen MEHR-Konferenz nach Augsburg. Sie wird erst wieder 2020 stasttfinden.

Die vom Gebetshaus Augsburg veranstaltete MEHR-Konferenz wird nächstes Jahr nicht stattfinden. Das gab Johannes Hartl, der Leiter des Gebetshauses in einem Facebook-Eintrag bekannt. „Die Teilnehmerzahl der MEHR hat sich seit ihrem Beginn verhundertfacht. Doch wir spüren, dass wir dieses Tempo nur auf Kosten der Tiefe weiterfahren können“, schreibt Hartl. Die charismatische Glaubenskonferenz, die stets Anfang Januar abgehalten wurde und dieses Jahr mehr als 10 000 Besucher anzog, wird erst wieder im Januar 2020 ihre Tore öffnen. Gegenüber der „Tagespost“ erklärte Hartl, dass die Versuchung naheliege, einfach immer weiter zu beschleunigen, wenn etwas gut laufe. „Das ist aber nicht immer der Heilige Geist.“

Zu der Erkenntnis, so Hartl, habe ihn das Reden Gottes geführt. „Wir beten sehr konkret um Gottes Führung, auch gerade wenn es an ein neues Jahr geht.“ Viele Mitarbeiter und auch Hartl selbst hätten unabhängig voneinander das Gefühl verspürt, „dass für das Jahr 2018 eine neue Priorisierung dran ist“. Nach der diesjährigen MEHR-Konferenz habe er sich mit seinem Team einem „Prozess des Hörens und der Unterscheidung“ unterzogen. Bereits Ende Januar stand die Entscheidung für ihn fest.

Zu der Frage, ob Hartl bereits konkrete Ideen für eine geistliche Vertiefung habe, wollte sich der Leiter des Gebetshauses Augsburg nicht äußern. Er vermied es auch, die Entscheidung als „Selbstkritik“ zu bezeichnen. Ein kritischer Blick auf das eigene Tun sei zwar immer wichtig. „Es geht aber mehr um eine Anpassung des Kurses für das nächste Jahr, weniger darum, dass in der Vergangenheit etwas falsch gelaufen ist“, meinte Hartl gegenüber dieser Zeitung.

DT/mlu

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