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Hunderte britischer Priester stützen Humanae Vitae

„Ein bedeutender Moment für die Kirche in diesem Land“: Eine Erklärung zur Stützung der Lehre in der Enzyklika „Humanae Vitae“ erhält in Großbritannien die Unterschriften von fast 500 Priestern.
Papst Paul VI.
Foto: epa (Publifoto) | ARCHIV - Papst Paul VI. während des Eucharistischen Weltkongresses in Bogota (Kolumbien).

Fast 500 britische Priester haben eine Erklärung unterzeichnet, in der sie die Lehre der von Papst Paul VI. verfassten Enzyklika „Humanae Vitae“ stützen. Darüber berichtet der britische "Catholic Herald". Anlass der Erklärung ist der bevorstehende 50. Jahrestag der Veröffentlichung. „Humanae Vitae“ bekräftigt die traditionelle christliche Lehre zu Familie und Sexualität und die kirchliche Ablehnung künstlicher Verhütungsmethoden.

In der Stellungnahme weisen die britischen Priester darauf hin, dass viele zum Zeitpunkt der Veröffentlichung die Botschaft und Warnungen der Enzyklika abgelehnt hätten. Verhütung ohne Ausnahme als „völlig ausgeschlossen“ und „intrinsisch falsch“ zu betrachten sei für viele „schwer zu akzeptieren und zu vertreten“ gewesen. „50 Jahre später hat sich so viel in unserer Gesellschaft entwickelt, das sich negativ auf das menschliche Leben und die Liebe auswirkt“, heißt es in der Erklärung. Viele Menschen schätzten wieder die Weisheit der kirchlichen Lehre. „Als Priester wollen wir anlässlich des 50. Jahrestages von Humanae Vitae die ehrenhafte Vision der Liebe als Weg zur Fortpflanzung bekräftigen, so wie sie die katholische Kirche schon immer gelehrt und verstanden hat.“ Zudem sei eine „menschliche Ökologie“, die Rückbesinnung auf die Natur und der Respekt für die Würde des Menschen „wesentlich für die Zukunft unseres Volkes, Katholiken wie Nicht-Katholiken inbegriffen“. Daher sprechen sich die Priester in der Erklärung dafür aus, die Botschaft von Humanae Vitae neu zu entdecken, „nicht nur getreu dem Evangelium sondern als Schlüssel zum Heil und zur wahren Entwicklung unserer Gesellschaft“.

Allein die Zahl der Unterzeichner zeige, dass die Zahl derjenigen, die die Lehre der Enzyklika befürworten, massiv angewachsen sei, heißt es weiter. Im Jahr 1968 seien dies nur sehr wenige gewesen. Einer der Unterzeichner wies darauf hin, dass es bereits schwer sei, 100 Priester dazu zu bringen, irgendetwas gemeinsam zu tun – da sei es umso bedeutender, wenn sich gleich 500 für eine gemeinsame Sache aussprächen. Und er ergänzte: „Dies stellt einen wichtigen Moment für die Kirche in diesem Land dar.“

DT/mlu

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