Papst Leo XIV. hat den Haupttermin seiner Spanienreise selbst bestätigt: Die zentrale Großveranstaltung wird auf der Plaza de Cibeles in Madrid stattfinden. In einer Botschaft an die Teilnehmer des inzwischen vierten „Festes der Auferstehung“, das dort vor mehr als 70.000 Menschen gefeiert wurde, sagte er: „Wir sehen uns auf der Plaza de Cibeles wieder …“ Damit beseitigte er die letzten Zweifel am Ort des größten Treffens seiner Reise vom 6. bis 12. Juni.
Zwar hatte es bereits Hinweise auf Cibeles als Schauplatz gegeben, etwa im offiziellen Reiselogo der Spanischen Bischofskonferenz. Endgültige Gewissheit brachte aber erst die ausdrückliche Ankündigung des Papstes. Dort wird Leo XIV. voraussichtlich am Sonntag, 7. Juni, die Heilige Messe zum Fronleichnamsfest feiern.
Inhaltlich setzte der Papst einen besonderen Schwerpunkt: Im Zentrum seiner vom Madrider Erzbischof, Kardinal José Cobo, vorgelesenen Botschaft stand die österliche Hoffnung, die nicht im liturgischen Raum verbleiben dürfe, sondern den Alltag der Menschen prägen müsse. „Ostern bleibt also nicht im Grab eingeschlossen; es bricht in die Stadt ein und tritt durch das Leben der Menschen in den Alltag ein“, erklärte Leo XIV.
Märtyrer als Vorbilder für die Gegenwart
Besonders eindringlich sprach er über die Märtyrer Spaniens. Der Papst erinnerte an jene Gläubigen, die im 20. Jahrhundert wegen ihres Glaubens verfolgt und getötet wurden, und würdigte sie als Zeugen dafür, dass der Sieg Christi über den Tod in Treue, Stärke und Hingabe sichtbar wird. „Ihr seht es an euren Landsleuten, die im vergangenen Jahrhundert Märtyrer und Zeugen Jesu waren; in ihnen wurde der Sieg Christi über den Tod zu Treue, Stärke und Hingabe“, schrieb der Papst.
Dabei stellte Leo XIV. die Märtyrer nicht nur als Gestalten der Erinnerung vor, sondern als Vorbilder für die Gegenwart. Die jungen Menschen in Spanien seien berufen, sich an ihrem Beispiel zu orientieren, damit Christus wieder „durch eure Straßen“ ziehe, die Kirche neuen Eifer gewinne und das Evangelium verschlossene Herzen erreiche. Das Zeugnis der Märtyrer erscheint so als Auftrag an die Christen von heute, selbst glaubwürdige Zeugen zu werden.
Entsprechend rief der Papst zu einem sichtbaren und mutigen Christsein auf. Es brauche, so schrieb er, „junge Menschen, die sich des Evangeliums nicht schämen, Gemeinschaften, die Hoffnung ausstrahlen, Zeugen, die fähig sind, den Herrn in jedem Umfeld gegenwärtig zu machen“. Evangelisierung entspringe nicht zuerst Strategien, sondern Herzen, die vom auferstandenen Christus verwandelt seien.
Am Ende seiner Botschaft kehrte Leo XIV. noch einmal ausdrücklich auf das bevorstehende Treffen in Madrid zurück. „Ich bete für euch, segne euch und erwarte euch. So Gott will, sehen wir uns im Juni.“
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