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Erste Probebohrungen im „Tal der Gefallenen“

Bohrmaschinen auf der Esplanade: Nach Medienberichten begannen ausgerechnet während der historischen Papstrede die Vorarbeiten für die geplante „Neudeutung“ des Denkmalensembles.
Das beeindruckende Tal der Gefallenen
Foto: IMAGO/Zoonar.com/Juan Jimenez (www.imago-images.de) | Dass die Arbeiten im Tal der Gefallenen ausgerechnet während der Rede Leos XIV. im Parlament begonnen hätten, sehen Beobachter als Provokation.

Genau zu dem Zeitpunkt, als Papst Leo XIV. am Montagvormittag seine historische Rede im spanischen Abgeordnetenhaus hielt, haben im „Tal der Gefallenen“ offenbar erste geotechnische Vorarbeiten für die geplante „Neudeutung“ des Denkmalensembles begonnen. Nach einem Bericht von „El Debate“, der von weiteren spanischen Medien aufgegriffen wurde, wurden Bohrmaschinen auf die Esplanade vor der Basilika gebracht. Dabei hätten die Verantwortlichen die Tatsache ausgenutzt, dass die Anlage montags für Besucher geschlossen ist. 

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Kritiker werten den zeitlichen Ablauf als symbolisch. Nur wenige Minuten zuvor hatte Ministerpräsident Pedro Sánchez den Papst in der Apostolischen Nuntiatur getroffen.

„Notwendige geologische Untersuchungen auf der Esplanade“

Der Verein zur Verteidigung des „Tals der Gefallenen“ bestätigte gegenüber ACI Prensa den Beginn der Arbeiten. Dessen Vorsitzender Pablo Linares erklärte, es handele sich um „die notwendigen geologischen Untersuchungen auf der Esplanade“ des Komplexes – Voraussetzung, bevor mit der eigentlichen Umgestaltung begonnen werden könne. Auf einem Foto sei demnach eine Maschine zu erkennen, die „Probebohrungen im Boden der Vorplatzfläche“ vornehme. Die Auswertung der Untersuchungen werde einige Monate dauern; anschließend müsse eine entsprechende Baugenehmigung beantragt werden. Dass die Arbeiten ausgerechnet während der Rede Leos XIV. im Parlament begonnen hätten, sei „eine regelrechte Provokation“.

Nach Angaben von Zeugen, auf die sich unter anderem „El Debate“ beruft, seien weder die Öffentlichkeit noch die zuständige Stadtverwaltung im Voraus informiert worden. Zudem habe zum Zeitpunkt des Beginns der Probebohrungen keine kommunale Baugenehmigung vorgelegen. Die Regierung sieht die Umgestaltung als Teil der 2020 beschlossenen „Gesetze zur demokratischen Erinnerung“ an. Diese sollen franquistische Symbole entfernen und Gedenkstätten neu ausrichten.

Das Onlinemedium „The Objective“ ordnete die Arbeiten zudem in das bereits im vergangenen November genehmigte Regierungsprojekt ein. Der Siegerentwurf des internationalen Ideenwettbewerbs trägt den Titel „Die Basis und das Kreuz“. Nach Darstellung der Regierung sieht er einen tiefen Eingriff in die bestehende Monumentalität des Ensembles vor. Der Generalsekretär für Stadtentwicklung, Iñaqui Carnicero, lobte den Entwurf wegen seines „Mutes“, der Monumentalität des Ortes eine neue Vision entgegenzustellen. 

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