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Die Ukrainer suchen neue Gesichter

Großerzbischof Swjatoslaw Schewtschuk nahm gegenüber der "Tagespost" Stellung zur Präsidentschaftswahl in der Ukraine.
Griechisch-katholische Großerzbischof über die Ukraine und die Orthodoxie
Foto: Ralf Hirschberger (dpa-Zentralbild) | Swjatoslaw Schewtschuk: Ukraine sucht "authentische europäische Ausrichtung".

„Die Menschen in der Ukraine halten Ausschau nach neuen Gesichtern, neuen Persönlichkeiten, nach jemandem, der etwas völlig Neues repräsentiert, das nicht mit den Oligarchen verbunden ist“, meint das Oberhaupt der griechisch-katholischen Kirche, Großerzbischof Swatoslaw Schewtschuk.

"Authentische europäische Ausrichtung"

Im „Tagespost“-Interview definierte er die Rolle der Kirche angesichts der politischen Turbulenzen in seiner Heimat so: „Wir als Kirche in der Ukraine versuchen, das Verantwortungsbewusstsein der Bürger zu fördern. Sie sollen nicht Gefangene der Emotionen oder der virtuellen Realität sein.“ Die Präsidentschaftswahl zeige, dass die Ukrainer „nach einer authentischen europäischen Ausrichtung mit neuen Anführern“ suchen.

Autokephalie sollte Spaltungen innerhalb der ukrainischen Orthodoxie heilen

Die vom amtierenden Präsidenten Petro Poroschenko unterstützte Idee einer autokephalen orthodoxen Kirche genieße in der Ukraine breite Unterstützung. Das Oberhaupt der mit Rom unierten Ostkirche meint, dass der Ökumenische Patriarch, Bartholomaios, mit der Anerkennung der Autokephalie beabsichtigte, die Spaltungen innerhalb der ukrainischen Orthodoxie zu heilen. Diese sei nicht nach der Anerkennung der Autokephalie eingetreten, sondern 25 Jahre früher. „Der wesentliche Erfolg dieses Prozesses ist, dass Millionen orthodoxer Ukrainer, die zu diesen beiden Kirchen gehörten, wieder in Gemeinschaft stehen mit der weltweiten Orthodoxie“, so Schewtschuk.

DT/sb (jobo)

Welche Rolle die katholische Kirche spielt und wie ihre Strategie des ökumenischen Dialogs aussehen sollte, erklärt Swjatoslaw Schewtschuk im Gespräch mit Stephan Baier. Lesen Sie das Interview in der aktuellen Ausgabe der „Tagespost“ vom 11. April 2019.

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Stephan Baier Orthodoxe Kirchen Petro Poroschenko

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