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Asien: Angst vor Gewalt an Weihnachten

Ob Pakistan, Indonesien, Philippinen oder Myanmar - In mehreren asiatischen Ländern ist bei Christen die Furcht vor islamistischer Gewalt verbreitet.
Pakistanische Christen beten für Frieden in Nahost
Foto: epa Dar (EPA) | Pakistanische Christen beim Gebet in Lahore.

In vielen Teilen Asiens fürchten sich Christen vor islamistischer Gewalt an den Weihnachtstagen. In Lahore in der pakistanischen Provinz Punjab erhielten 100 christliche Freiwillige von der Polizei ein Blitztraining für Schusswaffengebrauch und Kampftechniken zum Schutz der Weihnachtsgottesdienste. Das berichtete der asiatische katholische Pressedienst Ucanews.

Allein in Lahore seien zum Schutz von Kirchen an Weihnachten 1 100 Polizeibeamte im Einsatz. Priester in ganz Pakistan wollten die Gläubigen in den Tagen vor dem Fest über Sicherheitsvorkehrungen informieren. Vergangenen Sonntag waren bei einem Terroranschlag auf eine methodistische Kirche im Südwesten des Landes mehrere Menschen getötet worden. Auch im muslimisch geprägten Indonesien rüsten sich die Kirchen gegen mögliche Anschläge. Allein im Großraum Jakarta sollen zu Weihnachten laut Medienberichten Zehntausende Sicherheitskräfte im Einsatz sein, die von Freiwilligen moderater islamischer Organisationen unterstützt werden. Auf den Philippinen befürchtet die Bevölkerung auf der Insel Mindanao derweil eine "blutige Weihnacht". Die Polizei hatte eine "Offensive" gegen die kommunistischen Rebellen der "Neuen Volksarmee" (NPA) angekündigt. Zu den Unterstützern der Kommunisten zählt die Regierung von Präsident Rodrigo Duterte auch die eingeborene Stammesbevölkerung, die für ihre Landrechte kämpft. Unklar ist, ob der von Duterte am Mittwoch verkündete Waffenstillstand mit den Kommunisten auch für die Polizei gilt.

In Myanmars Teilstaat Kachin, wo viele Christen leben, steht den Menschen eine weitere Kriegsweihnacht bevor. Die Armee von Myanmar habe in den vergangenen Wochen ihre Einsätze gegen die ethnischen Milizen verstärkt, hieß es in Medienberichten. Mehr als 100 000 Menschen sind seit Beginn der Armee-Offensive 2011 vor den Kämpfen geflohen.

DT/KNA
 

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Christen Islamistischer Fundamentalismus Rodrigo Duterte Terroranschläge Weihnachtsgottesdienste

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