Bischof aus Ruanda zu Gast bei Radio Horeb

Bischof Célestin Hakizimana aus Ruanda besucht in diesen Tagen Balderschwang im Oberallgäu. Am heutigen Mittwoch (15:15 - 16:00 Uhr) gibt es dazu eine Sondersendung im Radio Horeb.

Bischof Célestin Hakizimana, Ruanda. Foto: Diözese Gikongoro, Ruanda.

Bischof Hakizimana ist seit 2014 Bischof der Diözese Gikongoro im Süden Ruandas und auch zuständig für den Marienwallfahrtsort Kibeho. Auf dem afrikanischen Kontinent ist dies der einzige vom Vatikan anerkannte Marienerscheinungsort. Aktuell wird in Kibeho der Sender „Radio Maria Ruanda“ aufgebaut. Möglich macht dies vor allem ein Spendenaufruf von Radio Horeb.  Der bundesweite christliche Sender „Radio Horeb“ hat bereits 2016 rund 530.000 Euro für den Start des Senders in Ruanda gesammelt - für Programmdirektor Pfarrer Dr. Richard Kocher „ein ausgesprochen wichtiger Beitrag zum Frieden“ in Ostafrika. Kocher weiter: „Die Besuche dokumentieren die Verbundenheit der Horeb-Hörerfamilie mit den Menschen in ganz Afrika“.
 
Bischof Hakizimana versteht seine Reise nach Deutschland als Dankesbesuch für die Unterstützung beim Aufbau des eigenen christlichen Radiosenders in Kibeho. In mehreren Live-Interviews spricht Radio Horeb im Medienhaus in Balderschwang mit dem Bischof über die geistliche Botschaft von Kibeho, die Geschichte des vom Genozid gezeichneten Landes, über die Aufgaben der Kirche vor Ort und die Beziehung Ruandas zu Radio Horeb. Am Mittwoch, den 7. März 2018, gibt es eine Sondersendung mit dem ruandischen Bischof (15:15 - 16:00 Uhr).

Pfarrer Kocher bezeichnet die Tage mit Bischof Hazikimana als „eine freudige Begegnung mit einem Spitzenvertreter der afrikanischen Kirche“ in geistlicher und in menschlicher Hinsicht. Hakizimana rettete als junger Priester während des Völkermordes in Ruanda 1994 bis zu 1.500 Menschen das Leben.

Das vornehmlich christliche Ruanda gehört zu den zehn ärmsten Ländern der Welt. Während des Genozids von 1994 ermordeten Angehörige der Hutu-Mehrheit vor den Augen der Welt fast eine Million Menschen, überwiegend Angehörige der Tutsi. Das Land zählt heute rund zwölf Millionen Einwohner.

Radio Horeb / DT (jbj)