Missbrauch: Bischöfe von England und Wales kündigen unabhängige Untersuchung an

Ende dieser Woche sind die Bischöfe von England und Wales zum „ad-limina“-Besuch bei Papst Franziskus. Ihre Reise in den Vatikan sei von der aktuellen Missbrauchskrise geprägt, so die Bischöfe.
Bischöfe von England und Wales: Neue Maßnahmen in Missbrauchskrise
Foto: L'osservatore Romano / Handout (ANSA) | Im Vorfeld ihres „ad-limina“-Besuches in Rom erklärten die Bischöfe, die Reise zu nutzen, um über die Missbrauchskrise zu diskutieren.

Auch in Großbritannien beschäftigt die Missbrauchskrise der katholischen Kirche die Bischöfe. Die Bischofskonferenzen von England und Wales haben nun angekündigt, eine unabhängige Untersuchung ihrer Präventionsmaßnahmen zu sexuellem Missbrauch innerhalb der Kirche einzuleiten.

Ad-limina-Besuch hat reuevollen Charakter

Im Vorfeld ihres „ad-limina“-Besuches in Rom erklärten die Bischöfe, die Reise zu nutzen, um über die Missbrauchskrise zu diskutieren. Wenn sie am Freitag mit Papst Franziskus zusammentreffen, wollen sie ihre Überlegungen an das Oberhaupt der Katholiken herantragen.

„Unser Besuch hat somit einen reuevollen Charakter, da wir im Einklang mit allen Bischöfen auf der Welt den Herrn um Vergebung und um sein Gnade für unser zukünftiges Wirken bitten“, so die Bischöfe in einer Stellungnahme. Zudem habe man sich entschieden, die „National Catholic Safeguarding Commission“ (NCSC) mit einem unabhängigen Bericht zu den Sicherheitsstrukturen zu beauftragen, die die katholische Kirche in England und in Wales momentan anwende.

Erfahrungen der Opfer in Untersuchung einbeziehen

Ganz wichtig sei es sicherzustellen, die Erfahrungsberichte der Opfer von sexuellem Missbrauch in die Untersuchung der NCSC vollumfänglich mit einzubeziehen. Während der gesamten Dauer des „ad-limina“-Besuchs würden die Auswirkungen der Schande und des Leids in den Herzen und Gebeten der Bischöfe sein, heißt es in der Erklärung weiter.

DT/mlu

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