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„Wir brauchen einen starken CV!“

Beim Festkommers zur Cartellversammlung des CV zeichnet Michael Eilfort ein kritisches und realistisches Bild der Lage in Deutschland. Gleichzeitig macht der Vorstand der „Stiftung Marktwirtschaft“ deutlich , warum deswegen gerade jetzt der CV mit seinen Prinzipien nötig ist.
Michael Eilfort, Politik-Professor und Vorstand der „Stiftung Marktwirtschaft“ hielt die Festrede
Foto: Heinrich Wullhorst | Michael Eilfort, Politik-Professor und Vorstand der „Stiftung Marktwirtschaft“ hielt die Festrede.

"Alles schweige! Jeder neige ernsten Tönen nun sein Ohr“, singt die Festcorona. Und in der Tat, das, was Michael Eilfort als Festredner seinen Cartellbrüdern beim Festkommers aus Anlass der 138. Cartellversammlung des CV in Berlin ins Stammbuch schreibt, ist durchaus ernst. Der Politikwissenschaftler, der, als Friedrich Merz zum ersten Mal Fraktionsvorsitzender war, dessen Büro leitete, als Honorarprofessor an der Universität Tübingen lehrt, vor allem aber mit der „Stiftung Marktwirtschaft“ einem wichtigen Think Tank vorsteht, schaut in seiner Rede auf die großen Herausforderungen denen Deutschland gegenwärtig gegenüber steht. Eilfort zeichnet ein kritisches, aber deswegen auch realistisches Bild der Lage: „Deutschland zwischen Nostalgie, erdrückender Gegenwart und Lethargie“, lautet der Titel seiner Festrede.

Deutschland brauche mehr Fleiß und Einsatz

Die Selbst- und die Fremdwahrnehmung Deutschlands unterscheide sich massiv. Deutschland gelte als „der kranke Mann Europas“. In allen Rankings sei Deutschland auf die unteren Plätze gefallen. Gleichzeitig seien Demokratie und Freiheit in Gefahr. Deutschland dürfe sich nicht weiter nur auf die von den USA „geborgte Sicherheit“ verlassen. Gleichzeitig legte Eilfort ein Plädoyer für mehr Fleiß und Einsatz ab. Zu viele Menschen dächten nur noch daran, wie sie den nächsten Feiertag oder Urlaub zu gestalten könnten. Das sei auch nicht nur ein Problem der Jugend, der viel beschworenen „Generation Z“. Hier ginge es auch um diejenigen, die schon mit 63 in die Rente eintreten wollten.

Eilfort machte aber auch deutlich, dass gerade vor diesem Hintergrund einem katholischen Akademikerverband wie dem CV ein Aufgabe zukomme. Mit großem Interesse habe er die intensiven Debatten während der Cartellversammlung verfolgt. Wichtig sei allerdings, dass man sich nicht bloß selbst genüge. „Wir brauchen einen starken CV“, so Eilfort. Der Verband könne mit seinem Profil auf die gesellschaftliche Mitte einwirken.

Lesen Sie mehr zum Verlauf der Cartellversammlung in Berlin der aktuellen Ausgabe der Tagespost. Dort zieht CV-Vortortspräsident Thomas Wöstmann in einem Interview Bilanz.

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