US-Bischöfe plädieren für vernünftige Waffengesetze

Nach dem Massaker an einer High School in Florida fordern zwei US-Bischöfe vernünftige Gesetze und rufen zum Dialog über umfassende Maßnahmen gegen Waffengewalt auf.
Waffenladen in den USA
Foto: Erik S. Lesser (EPA) | ARCHIV - Waffen liegen am 27.07.2012 in einem Waffenladen in Atlanta. So viele Waffen wie Einwohner und rund 30 000 erschossene Menschen pro Jahr: Die Diskussion um Waffen-Gesetze spaltet die USA. EPA/ERIK S.

Infolge des Schulmassakers an einer High School in Parkland im US-Bundesstaat Florida haben zwei amerikanische Bischöfe eine gemeinsame Erklärung veröffentlicht, in der sie für vernünftige Waffengesetze plädieren. Zudem rufen die Bischöfe zum Dialog über bestimmte Maßnahmen auf, die Waffengewalt in den USA beschränken und die Sicherheit an Schulen erhöhen sollen. Bei dem Amoklauf am 14. Februar erschoss ein 19-jähriger ehemaliger Schüler 17 Menschen, unter ihnen Schüler und Lehrer.

„Wieder einmal sehen wir uns mit schlimmem Übel konfrontiert: den Morden an unseren geliebten Kindern und an denjenigen, die sie unterrichteten. Unsere Gebete gehören weiterhin den Verstorbenen und denjenigen, die an Verletzungen leiden und von unvorstellbarer Trauer ergriffen sind“, heißt es in der Erklärung. Veröffentlicht wurde es vom Bischof von Venice, Frank J. Dewane, Vorsitzender des „Committee on Domestic Justice“ der US-Bischofskonferenz, sowie von George V. Murry, dem Bischof von Youngstown, Ohio und Vorsitzenden des „Committee on Catholic Education“. Man wolle die bereits seit Jahrzehnten bestehenden Aufrufe zu vernünftigen Waffengesetzen und zu einer umfassenden Reform zum Schutz des Lebens und der Gesellschaft fortsetzen, heißt es weiter.

Den von US-Präsident Donald Trump geäußerten Vorschlag, Lehrer zu bewaffnen, „scheint mehr Bedenken zu verursachen als zu entkräften“. Vielversprechendere Maßnahmen sehen die Bischöfe darin, ein angemesseneres Mindestalter für Waffenbesitz und umfassende Background-Checks einzuführen, sowie bestimmte Zubehörteile wie Schnellfeuerkolben zu verbieten.

DT/ewtnnews

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