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Suizide in Deutschland erneut gestiegen

Wiesbadener Statistiker: Jeder 100. Todesfall in Deutschland ist ein Suizid.
Suizidprävention
Foto: IMAGO/xinfo61005x (www.imago-images.de) | Knapp die Hälfte der Menschen, die 2023 Suizid begingen, war 65 Jahre oder älter (46 Prozent). Jede achte Person (zwölf Prozent) war 85 Jahre oder älter.

Im Jahr 2023 starben rund 10.300 Menschen in Deutschland durch Suizid. Das teilte das Statistische Bundesamt (Destatis) anlässlich des morgigen weltweiten Suizid-Präventionstags (10. September) am Montag in Wiesbaden mit. Gegenüber 2022 stieg die Zahl der Suizide demnach um 185 oder 1,8 Prozent. Insgesamt starben im vergangenen Jahr rund dreimal so viele Menschen durch die eigene Hand wie im Straßenverkehr. Gegenüber dem historischen Tiefstand mit rund 9.000 Suizide im Jahr 2019, handelt es sich um eine Zunahme von 14 Prozent.

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46 Prozent der Suizidenten waren 65 Jahre und älter

Knapp die Hälfte der Menschen, die 2023 Suizid begingen, war 65 Jahre oder älter (46 Prozent). Jede achte Person (zwölf Prozent) war 85 Jahre oder älter. Jede 21. Person, die durch Suizid starb, war jünger als 25 Jahre. Auch wenn die Zahl der Suizide in den jüngeren Altersgruppen geringer ist, sei die suizidbedingte Sterblichkeit gerade bei jungen Menschen besonders hoch, so die Wiesbadener Statistiker weiter. Bei den Zehn- bis unter 25-Jährigen war Suizid im Jahr 2023 die häufigste Todesursache, noch vor Verkehrsunfällen und Krebs. 18 Prozent aller Todesfälle in diesem Alter waren Suizide. Zum Vergleich: In der Altersgruppe 85 plus machten die Suizide 0,3 Prozent aller Todesursachen aus.

Über alle Altersgruppen hinweg begehen Männer deutlich häufiger einen Suizid als Frauen. Laut dem Wiesbadener Bundesamt für Statistik waren 73 Prozent aller Personen, die sich im Jahr 2023 selbst töteten, Männer.

Europäischer Vergleich: Deutschland liegt bei Suizidrate leicht über EU-Durchschnitt

Innerhalb der Europäischen Union lag Deutschland mit einer standardisierten Suizidrate von 10,3 nahe am EU-Durchschnitt von 10,2. Alle Zahlen stammen hier aus dem Jahr 2021. Nach Angaben von Eurostat, der Statistikbehörde der Europäischen Union, wiesen Slowenien (19,8), Litauen (19,5) und Ungarn (15,7) dabei die höchsten Suizidraten auf. Die wenigsten Suizide je 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner gab es in Zypern (2,7), Griechenland (4,2) und Italien (5,9).  DT/reh

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