Wozu Geschichte?

Sehnsucht nach dem „rückwärts gewandten Propheten“

Historische Bildung und Geschichtsbewusstein können Orientierung bieten. Man muss aber auch die Grenzen sehen.
Maria-Theresia-Gruft
Foto: Peter Schickert via www.imago-images.de (www.imago-images.de) | Wo liegen die Grenzen der historischen Bildung? Wo kann ein ein falsches Geschichtsbewusstein sogar dazu führen, die eigene Kultur zu musealisieren?

Es ist banal: In Bildung steckt Bild. Damit ist schon fast alles dazu gesagt, was historische Bildung leisten kann. 

Der Gebildete ist in der Lage, sich ein Bild zu machen. In diesem Bild verdichten sich seine Erkenntnisse. So werden sie anschaulich. Und diese Bilder sind schnell abrufbar. Historische Bildung erhöht die Urteilsfähigkeit. Historische Bildung schärft den politischen Sinn des Staatsbürgers. Sie versetzt ihn in den Stand, sich aktiv in die Polis einzubringen, weil er die Wirkmechanismen versteht, die sie konstituieren. Die Staatsform, die politischen Parteien und weltanschaulichen Gruppen, die Nachbarstaaten – alle diese Faktoren prägen das Leben in der Polis und jeder von ihnen hat eine eigene Geschichte. Der historisch Gebildete macht sich von allen diesen Geschichten ein Bild, sie fügen sich zusammen zu seinem Geschichtsbild.

Wo aber liegen die Grenzen der historischen Bildung? Wo kann ein ein falsches Geschichtsbewusstein sogar dazu führen, die eigene Kultur zu musealisieren?

Lesen Sie in der kommenden Ausgabe der "Tagespost" sechs Thesen und über die Chancen der Auseinandersetzung mit Geschichte und wo die Grenzen liegen.

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