Logo Johann Wilhelm Naumann Stiftung Internationale Konfliktlage

Mehrheit hat Angst vor drittem Weltkrieg

55 Prozent der Deutschen fürchten, dass die derzeitigen Kriege und Konflikte in einen dritten Weltkrieg ausarten könnte, wie eine „Tagespost“-Umfrage ergibt.
Mehrheit hat Angst vor drittem Weltkrieg
Foto: IMAGO/Alaa Qraiqea (www.imago-images.de) | Die Aussage, zu der die Teilnehmer der Umfrage Stellung beziehen sollten, lautet: „Ich habe Angst vor einem dritten Weltkrieg.“

In Deutschland herrscht Sorge vor einer weiteren Eskalation der internationalen Konflikt- und Krisenherde. So fürchtet eine absolute Mehrheit von 55 Prozent derzeit einen dritten Weltkrieg. Zu diesem Ergebnis kommt eine repräsentative Umfrage des in Erfurt ansässigen Meinungsforschungsinstituts „INSA Consulere“, die im Auftrag der „Tagespost“ durchgeführt wurde. 32 Prozent sind gegenteiliger Meinung. Elf Prozent der Befragten wissen nicht, wie sie zu der These stehen; zwei Prozent wollen dazu keine Angabe machen.

Lesen Sie auch:

Die Aussage, zu der die Teilnehmer der Umfrage Stellung beziehen sollten, lautet: „Ich habe Angst vor einem dritten Weltkrieg.“ Auffällig ist der deutliche Geschlechterunterschied hinsichtlich der Bewertung der Aussage: Während weibliche Befragte absolut-mehrheitlich und entsprechend deutlich Angst vor einem dritten Weltkrieg haben (67 Prozent), geben befragte Männer knapp relativ-mehrheitlich und entsprechend deutlich häufiger als Frauen an, dass sie davor derzeit keine Angst haben (45 Prozent). Der Anteil derjenigen, die Angst vor einem dritten Weltkrieg haben, ist durch alle Altersgruppen hinweg ähnlich groß (zwischen 54 und 56 Prozent).

58 Prozent der Katholiken fürchten dritten Weltkrieg

Die Umfrage betrachtet die These auch anhand der Konfession der Befragten. Sowohl Katholiken wie auch Protestanten fürchten absolut-mehrheitlich einen dritten Weltkrieg. Unter Katholiken tun dies 58 Prozent, 32 Prozent tun dies nicht. Von den Protestanten haben 61 Prozent Angst vor einem dritten Weltkrieg, auf 28 Prozent trifft das Gegenteil zu. Ein etwas anderes Bild ergibt sich unter freikirchlichen Befragten: Von ihnen stimmen 48 Prozent der These zu, 41 Prozent tun dies nicht.

Die Erhebung, für die 2.010 erwachsene Personen vom 27. bis 30. Oktober befragt wurden, schlüsselt die Frage auch nach Parteipräferenz auf. Dabei ergibt sich ein relativ einheitliches Bild. Einzig SPD-Wähler scheinen in der Frage tendenziell gespalten zu sein: 47 Prozent fürchten einen dritten Weltkrieg, 42 Prozent tun dies nicht. Ansonsten geben die Anhänger aller Parteien mit absoluter Mehrheit an, dass sie einen dritten Weltkrieg fürchten. Von den FDP-Wählern tun dies 59 Prozent, von den Grünen-Anhängern 56 Prozent, von den Wählern der Union 55 Prozent. Von den AfD-Wählern fürchten 54 Prozent einen dritten Weltkrieg, von denen der Linken 54 Prozent.  DT/mlu

Die Printausgabe der Tagespost vervollständigt aktuelle Nachrichten auf die-tagespost.de mit Hintergründen und Analysen.

Themen & Autoren
Meldung

Weitere Artikel

Jesus ermutigt uns, das Gute nicht zu verstecken und mutig zu sein. Er hilft uns, gegen den Strom zu schwimmen.
18.06.2026, 07 Uhr
Florian Kopp
Wie Jesu Abschiedsgebet und sein Vertrauen auf den himmlischen Vater Opa, Emma und Jonas Mut machen.
14.05.2026, 07 Uhr
Florian Kopp
Der neue Sammelband „Ungarn, Europa und die Welt“ des Budapester Deutsch-Ungarischen Instituts beleuchtet Europapolitik und nationale Perfektionierungstendenzen.
12.04.2026, 13 Uhr
Lasse B. Lassen

Kirche

Schwester Katharina Ganz wird Präsidentin des Deutschen Caritasverbandes. Die Personalie hat nicht nur eine pastorale, sondern auch eine kirchenpolitische Dimension.
15.07.2026, 21 Uhr
Benjamin Leven
Die KHKT verliert ihre Führung: Rektor, Kanzlerin und Geschäftsführer hören auf. Medienspekulationen über die Hintergründe werfen Fragen auf. Die Debatte kommt zur Unzeit.
15.07.2026, 15 Uhr
Benjamin Leven Jakob Ranke
Nach den unerlaubten Bischofsweihen legt die Gemeinschaft fristgerecht Rechtsmittel gegen das Exkommunikationsdekret ein. Damit ist die verhängte Strafe vorerst ausgesetzt.
14.07.2026, 13 Uhr
Meldung
Der neue Eichstätter Bischof äußert sich zurückhaltend zum Pflichtzölibat, und wehrt sich gegen Flügelkämpfe. Sein Abstimmen beim Synodalen Weg dürfte für Diskussionen sorgen.
13.07.2026, 15 Uhr
Dorothea Schmidt