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Malteser: Millionen Menschen im Südsudan brauchen dringend Hilfe

Sieben Millionen Menschen im Südsudan brauchen nach den Worten von Malteser International in den kommenden Monaten voraussichtlich humanitäre Hilfe.
Hunger im Südsudan
Foto: Sam Mednick (AP) | 02.05.2018, Südsudan, Kandak: Frauen tragen Säcke mit Hirse, die vom Welternährungsprogramm (WFP) der Vereinten Nationen über der Stadt Kandak abgeworfen wurden.

Das geht aus aktuellen Zahlen der UN hervor, wie die Organisation am Montag in Köln mitteilte. Zugleich verschärfe sich die Sicherheitslage für die Zivilbevölkerung und die Helfer, erklärte der Leiter der Afrikaabteilung, Roland Hansen. Vor wenigen Tagen seien in der Nähe der Stadt Yei zehn Mitarbeiter mehrerer Hilfsorganisationen vorübergehend entführt worden.

Die Sicherheitslage sei auch der Grund für die erneute Hungerkrise. Mittlerweile seien rund vier Millionen Südsudanesen auf der Flucht, ein Drittel der Bevölkerung, hieß es. Viele Menschen könnten ihre Felder nicht mehr bestellen. Wo noch etwas angebaut werde, komme es zu Plünderungen durch bewaffnete Kämpfer. Darüber hinaus gebe es eine hohe Inflationsrate: Zahlreiche Menschen könnten sich zum Beispiel Reis und Mehl nicht mehr leisten.

"Die Lage ist völlig unübersichtlich. Sollte sich die Gefahrensituation zuspitzen, müssten wir unsere Mitarbeiter aus bestimmten, besonders gefährlichen Gebieten, abziehen", betonte Hansen. "Gerade jetzt, wo immer mehr Menschen auf unsere Hilfe angewiesen sind, benötigen unsere Mitarbeiter und Partner in Yei, Wau, Maridi und Juba unbedingt Schutz, um den Menschen helfen zu können. Sonst werden viele verhungern."

Hansen forderte, dass die Blauhelmsoldaten der Vereinten Nationen nicht nur die Hauptstadt Juba sicherten, sondern auch damit begännen, Provinzhauptstädte und wichtige Verbindungsstraßen zu schützen. So könne auch die Organisation weiterhin humanitäre Hilfe leisten.

KNA / DT (jbj)

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