Unter der Überschrift „Leistungsfähigkeit des Gesundheitssystems, Impfstrategie und Forschung“ wird die Enquete-Kommission „Aufarbeitung der Corona-Pandemie und Lehren für zukünftige pandemische Ereignisse“ an diesem Donnerstag (19. März) eine öffentliche Anhörung im Marie-Elisabeth-Lüders-Haus (Anhörungssaal 3.101) durchführen. Die Anhörung beginnt um 14.00 Uhr und wird live vom Parlamentsfernsehen übertragen.
Üblicherweise tagt die Bundestags-Enquete nicht öffentlich. Als Sachverständige bei der öffentlichen Anhörung werden der frühere Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) und der damalige Präsident des Robert Koch-Instituts (RKI), Lothar Wieler, erwartet. Das geht aus der Liste der Sachverständigen hervor, die die Enquete-Kommission auf ihrer Webseite veröffentlicht hat.
Kommission will Abschlussbericht im Sommer 2027 vorlegen
Ebenfalls geladen sind der derzeitige Vorsitzende der Ständigen Impfkommission (STIKO), Reinhard Berner, der Toxikologe Helmut Sterz, die Infektiologin Maria Vehreschild, der Intensivmediziner Christian Karagiannidis, Mitbegründer des DIVI-Registers zur Intensivbettenbelegung durch COVID-19-Patienten, sowie Marcus Wächter-Raquet, Fachreferent der Landesvereinigung für Gesundheit und Akademie für Sozialmedizin Niedersachsen Bremen.
Ziel der aus 28 Mitgliedern bestehenden Enquete-Kommission ist es, durch Aufarbeitung des Managements der Corona-Pandemie zu Erkenntnissen zu gelangen, mit denen sich die Früherkennung, Risikobewertung und Krisenbewältigung in künftigen Pandemien effektiver gestalten lässt. Sie besteht je zur Hälfte aus Abgeordneten und Sachverständigen, die von den im Bundestag vertretenen Fraktionen gemäß der Sitzverteilung im Parlament bestellt worden sind. Vorsitzende der Enquete-Kommission, die ihren Abschlussbericht im Sommer 2027 vorlegen soll, ist die CDU-Abgeordnete Franziska Hoppermann. DT/reh
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