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Es ist Kunst – auch wenn es manchmal wehtut

Die Biennale von Venedig schockiert. Ein Versöhnungsangebot kommt vom Vatikan.
Die österreichische Aktionskünstlerin Florentina Holzinger auf der Biennale
Foto: IMAGO / ZUMA Press | Die Biennale weiß zu schockieren: Die österreichische Aktionskünstlerin Florentina Holzinger legt sich einen Eisengürtel um den nackten Körper und bildet so den lebendigen, hin- und herschwingenden Schlegel einer Glocke mit der Inschrift: O tempora, O mores.

Eine nackte Frau wälzt sich in Urin und Fäkalien, düstere Plattenbau-Projektionen erinnern an die untergegangene DDR, und dazwischen erstrahlen plötzlich Botschaften der heiligen Hildegard von Bingen – die Signale der gerade eröffneten Biennale von Venedig schockieren, verstören, faszinieren. Und wieder stellen sich viele wie bei fast jedem großen, zeitgenössischen Kulturspektakel von Documenta bis zu den Wiener Festwochen die Frage: Ist das noch Kunst? Um die Antwort vorwegzunehmen: Wahrscheinlich ja, auch wenn es weh tut.

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