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Deutsche Polizeigewerkschaft fordert bundesweiten Gedenktag

Als Gedenktag für die im Dienst getöteten Polizistinnen und Polizisten kann sich der stellvertretende Vorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft den Tag des Erzengels Michael vorstellen.
Gedenktag für getötete Polizisten
Foto: Armin Weigel (dpa) | „In den einzelnen Bundesländern gibt es anlassbezogen Gedenkfeiern bzw. Gottesdienste für getötete Kolleginnen und Kollegen“, so Novak. Ein bundeseinheitlicher Gedenktag fehle jedoch bisher.

Die Deutsche Polizeigewerkschaft (DPolG) fordert einen bundesweiten Gedenktag für im Dienst getötete Polizistinnen und Polizisten. Dies sei man ihnen und deren Angehörigen schuldig, „denn sie geben alles“, schreibt Boris Novak, stellvertretender Vorsitzender der DPolG, in einem Gastbeitrag für die „Tagespost“.

Wunsch nach Gedenktag für getötete Polizisten nicht neu

Der Wunsch nach solch einem Gedenktag sei nicht neu. „In den einzelnen Bundesländern gibt es anlassbezogen Gedenkfeiern bzw. Gottesdienste für getötete Kolleginnen und Kollegen“, so Novak. Ein bundeseinheitlicher Gedenktag fehle jedoch bisher. Ein mögliches Datum für den Gedenktag kann der stellvertretende Vorsitzender der Gewerkschaft bereits nennen: den 29. September. „Welcher Tag wäre dazu besser geeignet als der Tag des Heiligen Michaels, der Erzengel und Führer der himmlischen Heerscharen, der als Schutzpatron der Soldaten und Polizisten gilt?“, schreibt Novak.

Ökumenischer Gottesdienst und bundesweite Schweigeminute

Den Gedenktag stellt sich Novak als so vor, dass aktiv durch eine bundesweite Schweigeminute und einen ökumenischen Gottesdienst oder einer Kranzniederlegung der getöteten Polizistinnen und Polizisten gedacht werden kann. In den vergangenen 40 Jahren wurden etwa 130 Polizeikräfte im Dienst getötet.

Der Erzengel Michael ist der Schutzpatron der Soldaten und Polizisten. Seinen Gedenktag, den 29. September, kann sich die Deutsche Polizeigewerkschaft auch als Gedenktag für getötete Polizeikräfte vorstellen. Wie Bundesinnenminister Seehofer auf den Vorschlag reagiert, lesen Sie in der aktuellen Ausgabe der „Tagespost“ vom 13. September. Kostenlos erhalten Sie diese Ausgabe hier.

DT/mlu

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