In der Tradition der Kirche wird die heutige Evangelienperikope mit der Taufe in Verbindung gebracht, die als Erleuchtung im Glauben zu interpretieren ist. Auch heute spielt sie wieder eine zentrale Rolle, und zwar in der näheren Vorbereitung auf die Erwachsenentaufe im Rahmen des Katechumenats, da die einzelnen Schritte der Blindenheilung – das Bestreichen der Augen, die Waschung, das Geschenk des Glaubens und das Glaubensbekenntnis – dem Reichtum der Taufliturgie entsprechen.
Nur ein Blinder braucht Erleuchtung
Das Evangelium vom Blindgeborenen zeigt: Wahre Blindheit ist geistlich – und Christus schenkt das Licht des Glaubens denen, die ihre Dunkelheit erkennen.
