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CSU-Politiker Ferber: Europa besser zur Geltung bringen

Die Europäische Union mache sich momentan kleiner, als sie sein könnte, meint der CSU-Europaabgeordnete Markus Ferber. Man müsse europäische Interessen gegenüber China und den USA verteidigen.
Markus Ferber zur Rolle Europas
Foto: Andreas Gebert (dpa) | Es gelte, Europa in Zukunft besser zur Geltung zu bringen, meint der CSU-Europaabgeordnete Markus Ferber.

Europa muss in den nächsten Jahren seine Interessen gegenüber China und den USA verteidigen. Diese Ansicht vertritt der CSU-Europaabgeordnete Markus Ferber. Im Gespräch mit der „Tagespost“ erklärt Ferber, dass sich die Europäische Union momentan kleiner mache, als sie sein könnte. Daher gelte es, Europa in Zukunft besser zur Geltung zu bringen.

Ferber: Handelskrieg mit den USA abwenden

Auch müsse sich Europa vor Übernahmen schützen, so der CSU-Politiker, „indem wir zumindest Reziprozität als Grundregel einführen: Was für Europäer in China möglich ist, kann für Chinesen in der EU gelten; was für Europäer in den USA erlaubt ist, kann für Amerikaner in der EU erlaubt sein“.

Auf die Frage, ob ein Handelskrieg mit den USA unmittelbar bevorstehe, meint Ferber: „Ich hoffe, dass wir das abwenden können.“ Dies könne jedoch nur gelingen, wenn sich die EU nicht „auseinanderdividieren“ lasse. So versuche etwa der US-Präsident Donald Trump, die Deutschen gegen die Franzosen auf seine Seite zu bringen – und umgekehrt. „Wenn wir uns nicht auseinanderbringen lassen, sind wir stärker, als wenn jeder bilateral mit den USA in Verhandlungen eintritt.“

"Die zwanzig Jahr Euros sind eine Erfolgsgeschichte"

Wohlwollend äußerte sich Ferber zur Einführung des Euro als europäische Währung. „Die zwanzig Jahre Euro sind eine Erfolgsgeschichte. Der Euro ist nach innen stabil und nach außen stark.“ Insgesamt stehe man als Euro-Zone wirtschaftlich stabil da. „Die Neuverschuldung in der Euro-Zone ist viel geringer als in den USA, in Japan oder in China.“ Manche Länder wie Italien oder Frankreich bereiteten zwar Sorgen, das Gros der Euro-Länder könne jedoch Haushaltsüberschüsse verzeichnen.

DT

Wie Europa laut Markus Ferber mit dem ökonomischen Expansionismus Pekings umgehen will, erfahren Sie in der aktuellen Ausgabe der „Tagespost“ vom 04. April 2019. Kostenlos erhalten Sie diese Ausgabe hier.

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