Machtpolitik verträgt kein Vakuum. Also formiert sich der Orient angesichts des amerikanischen Scheiterns im Krieg gegen Teheran neu: Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu, der US-Präsident Donald Trump im Vorjahr und neuerlich Ende Februar in den Krieg gegen den Iran hineinzog, lässt seinen Verbündeten in Washington bei der Gaza-Neugestaltung eiskalt abblitzen. Den 15-Punkte-Plan von Trumps Friedensrat lehnt Netanjahu ab: „Die israelische Armee wird keinerlei Abzug vollziehen, bis die Hamas entwaffnet ist.“ Während Israel – nicht nur in Gaza, sondern auch im Libanon – ganz auf die eigene Stärke setzt, rücken Amerikas sunnitische Verbündete in Nahost nun enger zusammen.
Eine sunnitische NATO im Orient
Trumps Versagen im Krieg gegen den Iran lässt Amerikas islamische Verbündete zusammenrücken. Ausgerechnet in Mekka formiert sich der Orient neu.
