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Katholische Zeitung für Politik, Gesellschaft & Kultur
Plus Inhalt Folgen des Irankriegs

Eine sunnitische NATO im Orient

Trumps Versagen im Krieg gegen den Iran lässt Amerikas islamische Verbündete zusammenrücken. Ausgerechnet in Mekka formiert sich der Orient neu.
Der türkische Außenminister Hakan Fidan beim Gipfel mit den Außenministern aus Ägypten, Pakistan und Saudi-Arabien
Foto: IMAGO/Saudi Arabian Foreign Ministry / Handout (www.imago-images.de) | Ausgerechnet in Mekka, der nur für Muslime zugänglichen Heimatstadt Mohammeds, schlossen Saudi-Arabien, die Türkei und Pakistan einen neuen Militärpakt, der die sichtbar gewordene Sicherheitslücke füllen soll.

Machtpolitik verträgt kein Vakuum. Also formiert sich der Orient angesichts des amerikanischen Scheiterns im Krieg gegen Teheran neu: Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu, der US-Präsident Donald Trump im Vorjahr und neuerlich Ende Februar in den Krieg gegen den Iran hineinzog, lässt seinen Verbündeten in Washington bei der Gaza-Neugestaltung eiskalt abblitzen. Den 15-Punkte-Plan von Trumps Friedensrat lehnt Netanjahu ab: „Die israelische Armee wird keinerlei Abzug vollziehen, bis die Hamas entwaffnet ist.“ Während Israel – nicht nur in Gaza, sondern auch im Libanon – ganz auf die eigene Stärke setzt, rücken Amerikas sunnitische Verbündete in Nahost nun enger zusammen.

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