Eminenz, als Sie zum Priester geweiht wurden, lebte die Volkskirche noch. Was hat Sie in Ihrer Berufsentscheidung getragen? Entscheidend war das Vorbild von Priestern, die ich in meiner Kindheit und Jugendzeit erlebt habe. Für mich waren sie überzeugende Seelsorgepersönlichkeiten – Menschen, die für das Evangelium brannten und ein Herz für uns Jugendliche hatten. Das war der Grund, warum ich relativ früh Priester werden wollte. Ich habe mir gesagt: So, wie die sind, möchtest du werden, und mich bereits im dritten Schuljahr mit der Frage auseinandergesetzt. In der Vorbereitung auf die Erstkommunion habe ich mit dem Kaplan darüber gesprochen und habe mich dann auch bewusst für ein altsprachliches Gymnasium entschieden. Sie ...
„Wir warten auf notwendige Korrekturen“
Mission, Synodalität und Kölner Hochschule: Der Kölner Kardinal Rainer Woelki zieht anlässlich seines 70. Geburtstags eine Zwischenbilanz und erhofft sich weitere Klärungen von Rom.
