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Christenverfolgung: Heilig Abend im Unheil

Christen feiern Weihnachten, auf der ganzen Welt. Doch nicht überall so friedlich wie hierzulande.
Christenverfolgung: Eines der größten humanitären Probleme unserer Zeit.
| Christenverfolgung: Eines der größten humanitären Probleme unserer Zeit. Foto: dpa.

Die weltweite Christenverfolgung ist eines der größten humanitären Probleme unserer Zeit. Kirche und Politik sind gleichermaßen gefordert. In der Weihnachtsausgabe beleuchtet die „Tagespost“ die dramatische Situation vieler Christen. Es gibt aber auch Hoffnungszeichen.

Beispiel Irak: Wir wünschen die Kraft der Versöhnung

Pfarrer Benham Benoka aus der Gemeinde St. Georg Bartella, Nord-Irak, schildert die Lage: „Im August 2014 überfiel der sogenannte „Islamische Staat“ die Ninive-Ebene im Norden des Iraks und unsere Stadt Bartella. Wir mussten fliehen und drei Jahre im kurdischen Autonomiegebiet leben. Nachdem die Terroristen zurückgedrängt wurden, kehrten wir im Herbst 2017 zurück. Wir fanden alles zerstört und niedergebrannt vor. Unsere Häuser waren geplündert. Viele Menschen waren ermordet oder entführt worden. Jetzt feiern wir in unserer Gemeinde St. Georg nach unserer Rückkehr zum zweiten Mal Weihnachten. Die Lage ist gegenüber dem Vorjahr besser geworden. Es sind noch mehr Familien zurückgekehrt. Dank internationaler und kirchlicher Hilfe bauen wir unsere Häuser und Kirchen wieder auf.“

Beispiel Pakistan: "Warum sollten wir aufhören?"

„Niemand weiß, was passieren wird. Du weißt nicht, ob du lebendig zurück nach Hause kommst“. Arshad (Namen geändert) kennt die Unsicherheit bei den Weihnachtsfeiern in seiner Heimat Pakistan. Dort ist Asia Bibi nicht die einzige Christin, die um ihr Leben fürchten muss, doch durch ihren Fall wurde der Blick der Weltöffentlichkeit ein Stück weit auf die Situation aller Christen in Pakistan gelenkt. Viel zu häufig sind sie Opfer von gezielter Gewalt – die Diskriminierung im Alltag kennen alle. Arshad denkt trotzdem gerne an die Weihnachtsfeiern seiner Kindheit zurück: „Ich habe im Krippenspiel immer den Herodes gespielt. Und bei den letzten Aufführungen war meine Tochter die Maria.“ Doch in den vergangenen Jahren kam es immer wieder zu Anschlägen auf Kirchen. Gerade an hohen Feiertagen wie Weihnachten oder Ostern werden Christen noch mehr als sonst zu einer Zielscheibe für gewalttätige Islamisten.

DT (jobo)

In welchen Ländern Christen noch Verfolgung leiden, erfahren Sie in der aktuellen Ausgabe der „Tagespost“ vom 20. Dezember 2018. Lesen Sie die Einschätzung von Experten und die Zeugnisse Betroffener.

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