Tel Aviv

Kommentar um "5 vor 12": Friedensschluss mit Perspektive

Die eroberungslüsternen Aktivitäten Erdogans einerseits und der Frieden zwischen Israel und den Vereinigten Arabischen Emiraten andererseits stellen die bisherigen Verhältnisse auf den Kopf. Für die EU wird es Zeit, sich auf die richtige Seite zu stellen.
Israel und Emirate intensivieren Kontakte
Foto: Ariel Schalit (AP) | Nach der angekündigten Normalisierung ihrer Beziehungen steuern Israel und die Vereinigten Arabischen Emirate in schnellen Schritten auf einen regelmäßigen diplomatischen Kontakt zu.

Verrückte Welt: Während der türkische Diktator Erdogan in Libyen, Syrien und im Mittelmeer nicht nur mit dem Säbel rasselt, bricht zwischen Israel und den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) der Frieden aus.

Der künftige Friedensvertrag schaftt Zukunft

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Die eroberungslüsternen Aktivitäten Erdogans drohen die Region ins Mittelalter zurückzuwerfen, der künftige Friedensvertrag schafft Zukunft. Natürlich gibt es im Fall Israel/VAE sich ergänzende Interessen – israelisches Know how und arabisches Geld, israelische Verteidigungssysteme und iranische Bedrohung der Emirate. Aber der entscheidende Punkt ist, dass diese Interessen jetzt offen anerkannt und in konkrete Taten umgesetzt werden. Israel wird aufstrebende Regionalmacht, die Türkei eine unkontrollierbare Regionalrakete. 

Europa hat, seit Jahrzehnten von der palästinensischen Illusion medial betäubt, diese konvergierende Interessenlage, den Zug der Zeit nicht erkannt und muss nun sehen, wie der Zug ohne die EU abfährt. Da ist Frieden und kein Europäer geht hin. Dagegen beschwichtigen sie den Diktator Erdogan und die blutrünstigen Mullahs. Für die Christen in Nahost ist der Schritt zum Frieden mal eine gute Nachricht. Man kann auf mehr Offenheit und Freiheit in den Emiraten, vielleicht bald auch in anderen arabischen Staaten, hoffen. Das kann man von der Türkei Erdogans nicht sagen.  

Friedensschluss zwischen Israel und den Vereinigten Arabischen Emiraten: Was das für die Region bedeutet - und was jetzt von Europa zu erwarten wäre, erfahren Sie in der kommenden Ausgabe der Tagespost.

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Jürgen Liminski

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