"Kinder haben ein Natur-Recht auf Vater und Mutter"

Evolutionsbiologe Ulrich Kutschera bekräftigt sein Nein zur „Homo-Ehe“.

Ehe für Alle
Zwei Männer schneiden schneiden am 2.10.2017 nach ihrer Eheschliessung im Rathaus von Hamm (Nordrhein-Westfalen) eine Hochzeitstorte an. Foto: Ina Fassbender/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++ | Verwendung weltweit Foto: Ina Fassbender (dpa)

Wiederholt hat sich der Evolutionsbiologe Ulrich Kutschera aus naturwissenschaftlichen Gründen gegen die sogenannte „Homo-Ehe“ ausgesprochen, auch deswegen, weil damit die Forderung nach Adoptivkindern verbunden ist: „Kinder haben ein Natur-Recht auf Vater und Mutter“ äußert Kutschera gegenüber kath.net. Kindern, die mittels künstlicher Befruchtung und Leihmutterschaft zur Welt kommen, wie dies bei Homo-Ehen meist der Fall ist, wird ihre Herkunft vorenthalten, weil die für jeden Menschen zentralen Fragen „wer bin ich, wo komme ich her?“ ohne Antwort bleiben. Bei männlichen Homo-Paaren kommt hinzu, dass Adoptivkinder ohne Mutter aufwachsen, was zu „erheblichen Entwicklungsstörungen“ führen kann.

Kutschera wendet sich auch gegen Berichte, die zu belegen suchen, dass es Adoptivkindern, die bei schwulen oder lesbischen Paaren aufwachsen, besser geht als in Vater-Mutter-Familien. Weil diese Berichte allein auf den Aussagen der Erziehungsberechtigten fußen und Homo-Paare sich hier überwiegend ein sehr gutes Zeugnis aussprechen, Hetero-Paare indes sich selbst auch kritisch sehen, gehen sie „völlig an der Lebens-Realität vorbei“. Diese ist oft „traurig-erschütternd“, wie Befragungen von Kindern belegen, die bei schwulen bzw. lesbischen Paaren aufgewachsen sind, was auch damit zu tun hat, dass bei Homo-Paaren das Kindesmissbrauchs-Risiko um das mindestens Zehnfache höher liegt.

Mit kath.net hatte Kutschera bereits vor genau einem Jahr ein Interview zur Homo-Ehe geführt, das große Aufmerksamkeit erhielt, aber auch zu heftigen Angriffen gegen ihn geführt hatte. Als „homophober Professor“ und „hasserfüllter Mensch“ wurde er daraufhin bezeichnet, und man versuchte ihn zu verleumden. Verständnis zeigt Kutschera dafür, dass seine Aussagen bei diesem Personenkreis „falsch oder überhaupt nicht verstanden“ wurden. Ohne Vorwissen sei es nicht immer einfach, der voraussetzungsvollen wissenschaftlichen Diskussion gut folgen zu können. Gleichzeitig wendet sich Kutschera entschieden gegen Diskriminierungsvorwürfe. Er hält die homoerotische Veranlagung für angeboren und fordert, diese Menschen „mit Respekt und Würde zu behandeln“. „Wir sollten jeden Menschen so akzeptieren, wie er ist“, sagt er, „vorausgesetzt er verhält sich gesetzeskonform“. Gleichzeitig fordert er für sich das Recht „der Meinungs- und Wissenschaftsfreiheit“ ein, die es erlaube, auch „unbequeme biomedizinische Sachverhallte offen aussprechen zu dürfen“. Seine Aussagen beruhen auf wissenschaftlichen Fakten, die vor der Veröffentlichung „mit einem enormen apparativen wie geistigen Aufwand erarbeitet“ und streng begutachtet werden.

Kath.net / DT (Peter Dewald)